Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Stadtnachrichten  >  Aktuelle Artikel

Petersburger Gouverneurswahl: Oppositioneller Abgeordneter Wischnewski nicht zugelassen

Von   /  9. Juli 2019  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Der Petersburger Stadtabgeordnete der oppositionellen „Jabloko“-Partei Boris Wischnewski wurde nicht zur kommenden Gouverneurswahl im September zugelassen. Am 2. Juli gab er an einer Pressekonferenz bekannt, dass er nicht die nötigen 155 Unterschriften von Munizipalabgeordneten aus drei Vierteln der Munizipalitäten erhalten habe.

Dass er die Unterschriften nicht erhalten habe, heisse nicht, dass er nicht unterstützt werde – im Gegenteil habe er selten soviel Unterstützung gespürt, meinte Wischnewski. Wenn er die Unterschriften in der Bevölkerung hätte sammeln können, so hätte er es geschafft. Die Munizipalabgeordneten gehörten jedoch zur Mehrheit der Kremlpartei „Einiges Russland“ an.

Dieses Prozedere, das angeblich die Unterstützung der KandidatInnen in der Bevölkerung belegen soll, wird gemeinhin als „Munizipalfilter“ bezeichnet und von Kritikern als Mittel des Kremls zur Ausschaltung missliebiger Kandidaten angesehen. Wischnewski wertete seine Nicht-Zulassung als Zeichen dafür, dass er als gefährlicher Rivale angesehen werde.

Zur Wahl sind neben dem seit Herbst amtierenden Kreml-Kandidaten Alexander Beglow, die KandidatInnen Nadeschda Tichonowa (Gerechtes Russland), Wladimir Bortko (Kommunisten) und Michail Amosow (Bürgerplattform) zugelassen.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Petersburger Wahlen 2019: Katz- und Maus-Spiel der Kandidaten und Wahlbüros

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Pope wegen brutaler Taufe bestraft (Video)

mehr…