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Petersburger Geschäftsmann steckt sich im Stadtzentrum in Brand

Von   /  9. Oktober 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 7. Oktober übergoss sich der 71-jährige Boris Alexandrow auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum «Galeria» mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sich an. Er trug ein Plakat mit der Aufschrift «Zum Geburtstag, Herr Präsident bei sich. Alexandrow überlebte den Selbstmordversuch und wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Vor seinem Suizidversuch hatte er auf der Post einen Brief mit einem Hilferuf an Präsident Putin aufgegeben – sein fünfter und letzter, wie er darin schrieb. Er forderte darin Gerechtigkeit in einem Gerichtsfall, der dich bereits mehr als ein Jahrzehnt hinzieht.

Alexandrow hatte in den Neunzigerjahre beim Bau der Unterführung an der Kreuzung Ligowski-Prospekt – Rasjeschaja Uliza Geld in den Bau unterirdischer Geschäftsräume investiert. 2006 wurden diese Räumlichkeiten aus unerklärten Gründen umqualifiziert und waren nun Bestandteil der Unterführung, bzw. Eigentum der Stadt. Diese erhöhte in den folgenden Jahren massiv die Mieten, wogegen sich Alexandrow in mehreren Gerichtsverfahren zu wehren versuchte.

Mittels Gutachten versuchte er seine millionenschweren Investitionen zu belegen und das Geld von der Stadt zurückzuerhalten. Als es ihm schliesslich gelang, seinen Schaden zu belegen, weigerten sich die Behörden auf den Fall einzutreten. Darauf wandte er sich an hohe Stellen im Staatlichen Ermittlungskomitee, der Polizei, des Geheimdienstes und des Regierungsapparats – jedoch vergeblich.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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