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Millionenschwerer Schwarzhandel mit gestohlenen Krebsmedikamenten aufgeklärt

Von   /  12. Oktober 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Petersburger Polizei hat am 12. Oktober den 51-jährigen Arzt Sergei Woitowitsch verhaftet als er eine Partie von Krebsmedikamenten verkaufen wollte. Woitowitsch gilt als Kopf eines ganzen Rings in ingesamt fünf Petersburger Spitälern. Er kassierte jeweils zehn Prozent der Verkaufssumme gestohlener Präparate, deren Gesamtwert auf rund 100 Millionen Rubel geschätzt wird.

Die Medikamente wurden während des vergangenen Jahrs vom Personal in fünf Petersburger Krebskliniken auf Kosten der Patienten abgezweigt und bis zum Verkauf in einer konspirativen Wohnung aufbewahrt. Im Wagen von Woitowitschs Frau, die ebenfalls verhaftet wurde, fand man 9,6 Millionen Rubel. Woitowitsch war offiziell arbeitslos, besitzt jedoch Immobilien in Finnland.

Die russischen Krebskliniken sind berüchtigt, unter anderem weil oft dringend notwendige Medikamente fehlen und die Todesraten hoch sind. Oft müssen Angehörige der Kranken selbst für genügende Pflege und Medikamente sorgen. Die Korruption wird durch die tiefen Löhne der Angestellten im staatlichen Gesundheitssystem gefördert.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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