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Memorial-Historiker Juri Dmitriew bleibt im Gefängnis

Von   /  18. Februar 2021  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Kassationsgericht hat das angefochtene Urteil von 13 Jahren verschärfter Lagerhaft für den karelischen Historiker und «Memorial»-Mitarbeiter Juri Dmitriew bestätigt. 2020 war Dmitriew zuerst zu 3,5 Jahren und später zu 13 Jahren Haft wegen angeblicher «sexueller Gewalt» gegenüber seiner Adoptivtochter verurteilt worden – dies nachdem er zwei Jahre davor freigesprochen worden war.

Dmitriew hatte damals nachweisen können, dass er die bei ihm gefundenen Fotografien des Mädchens nicht als Kinderpornografie, sondern zur Dokumentation des Gesundheitszustands des Kindes, gemacht hatte, weil dieses an Unterernährung gelitten hatte. Der Prozess gilt als politisch motiviert, da Dmitriew an der Aufdeckung der Massenmorde des NKWDs in Karelien während des Stalinismus beteiligt ist.

Laut der Medienplattform «Projekt» wird vermutet, dass dahinter der frühere KGB-Chef Kareliens Anatoli Serischew steckt, dessen Vorfahren dem NKWD angehört hatten. Nach seinem Posten beim KGB stieg Serischew zum Präsidentenberater auf und gehört damit zum engeren Machtzirkel um Wladimir Putin.

www.newsru.com

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  • Veröffentlicht: 3 Monaten vor auf 18. Februar 2021
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  • Zuletzt geändert: Februar 18, 2021 @ 5:42 pm
  • Rubrik: Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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