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Zum 16. Mal – Startschuss für die Deutsche Woche 2019 in Petersburg

Von   /  26. März 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- An einer Pressekonferenz orientierten die OrganisatorInnen der 16. Deutschen Woche in St. Petersburg über die Höhepunkte und Besonderheiten des diesjährigen Events zwischen dem 3. und 10. April. Zwar ist der Programmumfang im Vergleich zu den Spitzenjahren nur noch halb so gross, aber noch immer bietet die Woche viele interessante und spannende Veranstaltungen.

Die Generalkonsulin Eltje Aderhold machte den Anfang bei der Einführung in der neu eingerichteten Bibliothek des Petersburger Goethe- Instituts. Neben dem Programm mit rund 60 Anlässen stellte sie das diesjährige Gast-Bundesland Nordrhein-Westfalen vor. Dabei betonte sie die extreme Wandlungsfähigkeit ihrer Heimat-Region. Während in ihrer Kindheit die Mutter noch täglich die vom Kohlestaub geschwärzten Gardinen habe waschen müssen, sei vor einigen Monaten sei die letzte Kohlezeche in Nordrhein-Westfalen geschlossen worden, schilderte sie.

Trotz dieser Schliessungen und Verluste von Arbeitsplätze sei NRW als Meister des Strukturwandels heute eine der stärksten Wirtschaftsregionen und setze heute in erster Linie auf Digitalisierung – ein Gebiet, auf dem auch St. Petersburg stark sei, so die Konsulin. Dieses Thema wird an verschiedenen Wirtschaftsveranstaltungen angesprochen. Hinzu kommen „Startup-Day“, IT-Technologien, „Smart-City“, künstliche Intelligenz, und vieles mehr. Ein Teil der Veranstaltungen wird in der Filiale der deutschen Aussenhandelskammer (AHK) von Nordrhein-Wesfalen durchgeführt, deren Leiter Wladimir Nikitenko sein Ressort vorstellte.

Bildung und Sprache verbinden

Ausserdem betonte die deutsche Konsulin die grosse Wichtigkeit der Bildungstätten in NRW – ein weiterer wichtiger Programmpunkt der Deutschen Woche. Da die Hochschuldichte sowohl in Nordrhein-Westphalen ebenso überdurchschnittlich hoch ist wie in St. Petersburg wird dadurch die starke Vertretung des deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) gerechtfertigt, der durch Beate Kolberg vorgestellt wurde. Der DAAD wird die neben anderen Events auch die grosse Hochschulmesse im Hotel „Astoria“ durchführen.

Auch die hohe Anzahl Deutsch-Lernender in St. Petersburg (die höchste weltweit) spielt dabei eine wichtige Rolle. Die deutsche Schule St. Petersburg baut dementsprechend ihr Angebot aus und wird bald einen Mittelschulabschluss anbieten, der international anerkannt ist. Die deutsche Schule wird während der deutschen Woche unter anderem Besuch des Schalke-Spielers Ola Thon von Schalke 04 erhalten, der mit den SchülerInnen „Fussball-Deutsch“ lernt.

Dortmunder Ballett und „Musik – Made in Nordrhein-Westfalen“

Natürlich wird auch der Bereich Kultur wiederum stark besetzt, wo in erster Linie das Goethe-Institut unter der Leitung von Günther Hasenkamp federführend ist. Im traditionellen „Café-D“ an der Moika finden Diskussionen und Präsentationen statt. Ausserdem gibt es eine Ballett-Gala mit dem Dortmunder Ballett, sowie drei hochkarätige Konzerte unter dem Titel „Musik – Made in Nordrhein-Westfalen“ im Filmstudio „Lendok“, in der Annenkirche und im Alexandrinsky-Theater. noch Veranstaltungen zu sozialen Themen, wie zum Beispiel ein Treffen mit Russland-VolontärInnen und natürlich ein Tag der deutschen Sprache in der Petrikirche. Und vieles, vieles mehr…

Das gesamte Programm ist auf der Webseite der Deutschen Woche zu finden unter:

www.2019.deutsche-woche.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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