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Petersburger Eremitage untersucht vermeintlich gefälschte Fabergé-Eier

Von   /  24. Februar 2021  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Petersburger Eremitage-Museum geht dem Vorwurf nach, in der Ausstellung «Fabergé – Juwelier des Zarenhofes» seien Fälschungen ausgestellt worden. Der in London lebende Kunsthändler und -Sammler Andrei Ruschnikow hatte im Januar in den Medien die Behauptung verbreitet, in der Ausstellung befänden sich einige Exponate zweifelhafter Herkunft.

Laut Fontanka.ru liess Eremitage-Direktor Michail Piotrowski verlauten, man gehe den Fälschungsvorwürfen nach und untersuche die Herkunft der Eier. Diese Analyse seien jedoch kompliziert, da sowohl die Dokumentation wie auch Material und Bearbeitung der Eier eingehend unter die Lupe genommen würden – darum seien auch keine raschen Ergebnisse zu erwarten.

Die gemeinten Eier stammen aus den Privatsammlungen zweier Putin-naher Miliardäre Alexander Iwanow und Konstantin Goloschapow, der auch der «Masseur Putins» genannt wird. Beide kennen den heutigen Präsidenten aus der Zeit als er noch in der Petersburger Stadtregierung arbeitete.

Kostbare Ostergeschenke der Zarenfamilie

Iwanow und Goloschapow waren beide Inhaber des privaten Fabergé-Museums in Baden-Baden und waren beteiligt am «Rückkauf» der Eier zugunsten des russischen Staats. Auch der Oligarch Viktor Wechselberg ist an diesem Projekt beteiligt. 2013 eröffnete eine Stiftung in Petersburg das Fabergé-Museum, in dem ein Teil der Schätze des berühmten Juweliers gezeigt werden.

Die Tradition geschmückter Ostereier als Geschenk besteht in Russland seit dem 17. Jahrhundert. Zar Alexander III. gab 1885 seinem Hofjuwelier Carl Fabergé den Auftrag für das erste Schmuckei für seine Frau Maria Fjodorowna, und jährlich folgte ein weiteres Ei. Sein Nachfolger Nikolaus II. setzte die Tradition fort, so dass bis zu dessen Absetzung 1917 über 50 Zareneier entstanden.

Die meisten von ihnen wurden vom Sowjetregime beschlagnahmt und zur Beschaffung von Devisen in den Westen verkauft, so dass sie in alle Welt verstreut wurden.

Bild: Ausstellung im Petersburger Fabergé-Museum (Eugen von Arb/ SPB-Herold/Archiv)

www.fontanka.ru

www.newsru.com

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Viktor Wechselberg eröffnet Faberge-Museum in Petersburg

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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