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Neuholland: Weitere Gebäude und Brücke renoviert

Von   /  25. September 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Auf der Petersburger Kanalinsel «Neu-Holland» wurde ein weiterer Gebäudetrakt sowie eine Fussgängerbrück ausgebaut und für das Publikum eröffnet (Fotogalerie).

Renoviert wurde der nördliche Trakt mit dem Namen «Dom 12» auf der Seite der Ploschad Truda. Das grosse Gebäude besteht aus mehreren Trakten, in denen ein Restaurant sowie Geschäftsräume des Energiekonzerns Gazprom untergebracht sind. Öffentlich zugänglich ist bisher nur das Restaurant.

Ausserdem wurde eine zweite Brücke mit dem Namen «1. Kruschtein-Brücke» über den Admiralteisky Kanal auf das Areal der Kanalinsel eröffnet. Die «2. Kruschtein-Brücke» am anderen Ende der Insel ist bereits seit der Eröffnung des Geländes in Betrieb.

An beiden Übergängen finden Eingangs- und Taschenkontrollen durch den Wachdienst statt, ansonsten ist der Zutritt frei. Auch das Hafengewässer am Nordende der Insel, das seit jeher die frühere Werft mit dem Krjukow-Kanal verbindet, ist mit einer schwimmenden Zuschauerplattform erneuert worden.

Jahrzehntelang militärisches Sperrgebiet

«Neuholland» gehört zu den ältesten Teil und wurde im 18. Jahrhundert als Werft gebaut. Während der Sowjetzeit unterstand es dem Militär und war ein geheimes Sperrgebiet. Erst ab den Neunzigerjahren war der Zutritt wenn auch inoffiziell möglich. Nach der Jahrhundertwende wurde beschlossen hochfliegende Pläne für einen Umbau der Insel geschmiedet, doch die Wirtschaftskrise von 2008 verhinderte lange Zeit die Realisierung.

Nachdem mehrmals die Investoren und Umbaupläne ausgewechselt worden waren und die Zerstörung historischer Bausubstanz durch die Bauarbeiten einen Skandal hatten, entschied man sich für eine sanfte und schrittweise Renovation und Umnutzung. 2016 wurde die Insel zum ersten Mal für die Bevölkerung geöffnet. Heute ist Neuholland ein stadtweit beliebtes Erholungsgebiet, das vor allem wegen seiner sauberen und grossen Rasenfläche am Wasser Besucher anlockt. Im Sommer werden dort regelmässig Festivals mit Film, Musik, Literatur usw. statt.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.topspb.tv

www.kanoner.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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