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Neue Studie zur Bahnverbindung via Imatra nach Lappeenranta

Von   /  15. April 2019  /  Keine Kommentare

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Eine russisch-finnische Forschergruppe hat im Rahmen eines Projekts der Bahnverbindungen zwischen St. Petersburg und Lappeenranta eine Prognoseberechnung des Personenverkehrs erstellt. Nach Expertenschätzungen könnten rund 1 Million Passagiere pro Jahr diese Verbindung nutzen. Zuvor muss jedoch die Infrastruktur modernisiert werden. Das Investitionsvolumen von finnischer Seite kann rund 85 Mio. € betragen, das Volumen und die Finanzierungsquelle für die russische Seite sind noch nicht bekannt. Die Investitionen in das Projekt würden durch mehr Verkäufe an die russischen Kunden und finnische Touristen in der Grenzregion finanziert.

Wie die russischen und finnischen Behörden versuchen, eine regelmäßige Bahnkommunikation mit Imatra auf die Schienen zu stellen.

Bereits im Februar wurde bekannt, das die russischen und finnischen Behörden die Entwicklung eines Eisenbahnkontrollpunktes in Swetogorsk und Imatra zur Organisation des Güter- und Personenbahnverkehrs, diskutieren. Der prognostizierte Auslastung des Personenverkehr auf der Strecke zwischen St. Petersburg und Lappeenranta kann bis 2025 etwa 1 Million Menschen pro Jahr erreichen, sagte Swetlana Woronzowa, Vizepräsidentin der staatlichen Körperschaft „Transport Integration“ (Leiterin der Forschergruppe für  die vom finnischen Regionalverband Südkarelien in Auftrag gegebenen Studie). Das sind 15% des Personenverkehrs, der nun an drei Grenzübergängen mit Auto und Bus über die Grenze fährt. Nach dem Projekt wird der Zug von St. Petersburg über Wyborg, Kamennogorsk, Swetogorsk und Imatra mit Endstation bis Lappeenranta fahren. Die russische Seite wird die Pässe auf der Strecke von St. Petersburg bis Wyborg prüfen, und die Passkontrolle in Finnland wird an den Bahnhöfen durchgeführt.


Eine Förderung mit EU Geldern ist möglich

Die finnische Seite hat bereits einen Masterplan für die Projektentwicklung erstellt und schätzt nach Angaben von Frau Vorontsova das Investitionsvolumen auf 85 Mio. €, darunter die Modernisierung des Grenzübergangs und der Bahnhöfe in Imatra und Lappeenranta. Das Investitionsvolumen auf der russischen Seite wurde noch nicht berechnet. Zuvor bestätigte der Vertreter der Union Südkarelien das Interesse der finnischen Seite an dem Projekt und betonte, dass die EU Mittel für die Modernisierung der Infrastruktur bereitstellen kann.
Der stellvertretende Direktor der Niederlassung St. Petersburg der FGKU „Rosgranstroy“ Dmitry Vanchkov bestätig, das nach einem ähnlich Förderungsschema (unter EU Beteiligung) bereits die Grenzübergänge in Iwangorod, der Fußgängerübergangspunkt „Parusinka“ und der Autogrenzübergang in Swetogorsk modernisiert wurden. „Wenn das Projekt Unterstützung von russischer Seite findet, sind die finnischen Behörden bereit, internationale Investitionen in die Infrastruktur der Region Leningrad zu diskutieren“, sagte Vanchkov.

Wirtschaftlicher als der Gütertransport wird der Personenverkehr nicht.

Allerdings wird der Personenzugverkehr in Richtung St. Petersburg – Lappeenranta nicht ausreichen um diese Investitionen zu amortisieren. Die Strecke ist nur wirtschaftlich durch den Güterverkehr. Zunächst geht die Forschungsinitiative von den finnischen Behörden aus, erinnert Herr Vanchkov und betont, dass in Kuopio die größte Zellstoff- und Papierfabrik Europas gebaut wird. „Das Interesse der finnischen Seite ist durch die Logistik gerechtfertigt: Die Eisenbahnlinie durch Swetogorsk ist 160 km näher als durch den Bahnhof Buslowskaja“, – sagt Herr Vanchkov.

Laut Reuters wird Finnpulp, ein Unternehmen, das in Kuopio eine Zellstofffabrik mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr baut, von der chinesischen Hengan International kontrolliert, dem größten Hersteller von Hygieneartikeln und Windeln aus China. Die Anlage soll 2020 in Betrieb gehen.

Das Werk Importiert Erz, Holz und Ölprodukte, Düngemittel und Eisenmetalle von Russland nach Finnland. Zu den Importen gehören Papier, Maschinenbauerzeugnisse, Elektrogeräte, Fahrzeuge, Kaffee und Tee. Der Güterfluss durch vier Bahnübergänge mit Finnland betrug 2017 15,8 Millionen Tonnen (+7,4% gegenüber dem Niveau von 2016), der größte Teil der Fracht wird vom Bahnhof Buslovskaya bedient, Swetogorsk beförderte 2,5-3 Millionen Tonnen Fracht. Die Frachtströme vom Bahnhof Buslovskaya werden dann nach und nach den Weg via Swetogorsk nehmen.

 

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