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NEMOSKVA – Einblick in die Kunstszenen der russischen Provinz

Von   /  7. August 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Der Manege-Ausstellungssaal zeigt eine Ausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern aus über zwanzig Städten entlang der Transsibirischen Bahnlinie. Damit wird der Fokus auf die zeitgenössische russische Kunst, der sich normalerweise auf die beiden Hauptstädte Moskau und Petersburg beschränkt, deutlich erweitert.

Schon 2018 wurde mit einem Symposium, das durch 13 Städte entlang der Strecke der transsibirischen Eisenbahn zwischen Moskau und Wladiwostok reiste, der Grundstein für dieses umfassende Kunstprojekt gelegt. «NEMOSKVA» bedeutet «Nicht-Moskau» – für einmal steht die Kunst aus der riesigen russischen Provinz, die in der Regel im Abseits liegt, im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Gemeinsam mit regionalen ExpertInnen wurden Werke von 80 Künstlerinnen und Künstlern aus 21 Städten ausgesucht und in einer Ausstellung zusammengestellt. Viele der Werke wurden speziell für dieses Projekt geschaffen – auf der Teilnehmerliste stehen unter anderem: Svetlana Usoltseva, Oksana Budulak, Vladimir Seleznev, Artem Filatov, German Preobrazhensky, Evgeny Kutergin und Antonio Geusa, Nikolay Akimov (Vyksa), Elena Anosova (Irkutsk), Alexander Borisov (St. Petersburg), Anastasia, Vepreva (St. Petersburg), das Mikrokunstkollektiv Gorod Ustinov (Izhevsk), das GUI-Kunstkollektiv (Jekaterinburg), Anton Gudkov (Omsk) ), Natalia Egorova (Petrosawodsk), Valery Kazas (Krasnodar), Dmitry Korotaev (Ischewsk), Varwara Kusmina (Wladimir / Moskau), Asya Marakulina (St. Petersburg), Nezhnye Baby [Sanfte Frauen], Kunstkollektiv (Kaliningrad), Oleg Ponomarev (Kaliningrad) Krasnojarsk), Kerim Ragimov und Pjotr ​​Shvetsov (St. Petersburg), Anna Rotaenko (Moskau), Ksenia Telyatnikova (Tomsk), Egor Fedorichev (Omsk), Alexey Ilkaev (Perm), Khochu Byt Sokovym [Ich möchte Sokov sein] Tscheljabinsk) und Alex Etevut (Perm).

„Das Glück ist gleich um die Ecke“

Der Titel der Ausstellung – «NEMOSKVA ist nur um die Ecke» – verweist auf eine Installation des russischen Künstlers Boris Matrosov in Perm, in der erklärt wird, dass «das Glück gleich um die Ecke ist“. Wer sich in der russischen Kunstszene einen Namen schaffen will, muss nach Moskau oder Petersburg ziehen. Auf Initiative des Moskauer Puschkin-Museums wurde dieser Grundsatz für einmal umgedreht – das Zentrum besucht die Peripherie und entdeckt die Vielfalt und Besonderheiten jeder (Kunst-) Region.

Die erste NEMOSKVA-Ausstellung fand im BOZAR-Zentrum für Bildende Kunst in Brüssel statt. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine Nomadenschule für Kuratoren ins Leben gerufen, von der die erste in der Stadt Satka im Gebiet Tscheljabinsk stattfand. Petersburg ist ein weiterer Standort der Ausstellung, die von einem reichen Programm mit Online- und Live-Vorträgen, sowie Diskussionen begleitet wird.

Bild: Anton Klimov: Deep Water Project 2015-19

8. August bis 15. Oktober 2020. Eintritt 300 Rubel. Zentraler Ausstellungssaal „Manege“, Isaakewskaja pl. 1, Tel. +7-812-611-11-00, www.manege.spb.ru

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Fotoausstellung: „Der andere Blick. Porträt eines Landes durch das Objektiv der Agentur Magnum“

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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