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Kudrovo will per Seilbahn zu Metro

Von   /  10. April 2019  /  Keine Kommentare

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Das ambitionierte Neubaugebiet Kudrovo ist ein Vorort mit guter Architekur und Konzept, liegt aber im Leningrader Gebiet jenseits der Eisenbahn eingeklemmt zwischen dem MEGA Dybenko, der Ringautobahn und im Norden gehts in das Neubaugebiet Neu Okkerville über.

Da das Gebiet nicht mehr zur Stadt St. Petersburg sondern zum Leningrader Gebiet gehört, und es an 3 Seiten durch Verkehrswege vom Rest der Welt entkoppelt ist haben die ca. 50.000 Einwohner eine moderne Wohnumgebung aber extrem schlechte Anbindung nach St. Petersburg.  Die Firma „Ros-engineering“ möchte jetzt ca. 1,5 Mrd. Rubel in den Aufbau einer 4 km langen Seilbahn vom Zentrum des Vororts bis zur Metrostation Dybenko bauen.

Das Projekt wurde dem Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko auf dem aktuellen internationalen Forum „Arktis-Territorium des Dialoges“ vorgeschlagen. Die Seilbahn soll in einer Höhe von bis zu 50m im Rundlauf zur Metro und zurück bringen.

Der Eigentümer des Unternehmens RosEngineering, Dmitrij Nowikow hat mitgeteilt, dass sich das Unternehmen mit dem Projekt, noch in der Planungsphase befindet. Die Kapazitaet waere ca. 4000 Personen pro Stunde und die Preise sollen analog zu denen eines Autobus sein. Das Unternehmen hat bereits in Sotschi Erfahrung beim Bau von Sportanlagen u.A. auch einiger der Skilifte gesammelt.

Laut der inoffiziellen Statistik, leben Heute in Kudrowo mehr als 50 Tausend Menschen, und in den nächsten Jahren wird die Anzahl noch steigen. Die meisten der Bewohner beklagen den Mangel and aussreichender Infrastruktur, zumal die Verbindungen in die Stadt schon vor dem Bau des Vororts mit täglichen  Staus verstopft waren, die Busse und Marschroutni Taxis müssen auch durch dieses Nadelöhr. Seit  2018 gibt zwar das Versprechen den großen Vorort direkt mit der Metro anzubinden, aber die Fristen wurden immer weiter in die Zukunft verlegt.  Zur Zeit soll die Metro irgendwann im Frühling 2023 eröffnet werden.

Die Investition in eine 4km lange Seilbahn würde die Lebenssituation der Bewohner merklich verbessern. Viele Experten halten den Plan aber für Unsinn oder zu Teuer.

Das grösste öffentliche Seilbahnnetz existiert in der Haupstadt Boliviens, La Paz. Dort verkehren 10 bis zu 4,7 km lange Seilbahnen über die komplett verbauten Stadtgebiete und Berge. Da diese über der bestehenden Infrastruktur Hinweg-Schweben, können diese relativ schnell gebaut werden, und so werden mehr und mehr dieser Lösungen auch in Städten ohne Bergen als Alternative zu Bus, Strassenbahn und Metro erbaut.

Foto: die Rote Seilbahnlinie in La Paz, Wikimedia CC

 

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