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Historischer Nachbau des Segelschiffs „Poltawa“ legt am Newaufer an

Von   /  8. Juli 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Nach sechsjähriger Bauzeit wurde am 5. Juni das rekonstruierte Kriegsschiff ins Newabecken überführt, wo es nun besichtigt werden kann. Das Original der „Poltawa“ war das erste in St. Petersburg gebaute Kriegsschiff der von Peter dem Grossen gegründeten russischen Flotte und wurde nach der siegreichen Schlacht der Russen gegen die Schweden benannt.

Die Kopie des 1712 vom Stapel gelaufenen Kriegsschiffes wurde ab 2013 in der Werft für historischen Schiffsbau „Poltawa“ unweit des Lachta-Zentr im Norden der Stadt gebaut. 2018 lief es vom Stapel und wurde nach Kronstadt überführt, wo es auch mit 54 Kanonen (Gewicht rund 100 Tonnen) ausgerüstet wurde.

Am kommenden Tag der Flotte wird es an der Parade teilnehmen, schon jetzt kann es für 600, bzw. 300 Rubel besichtigt werden. Der stolze Segler wird den Petersburger Hafen wohl nicht so schnell verlassen, fügt es sich doch perfekt ins historische Stadtbild und wird zweifellos zu einem Touristenmagnet.

Teilnahme an der Seeschlacht bei Hanko gegen die Schweden 1714

Nachdem der „Zar und Zimmermann“ Peter der Grosse Ende des 17. Jahrhunderts in Hollland die Schiffbauerkunst erlernt hatte, machte er sich anfangs des 18. Jahrhunderts daran, in der neuen russischen Hauptstadt Petersburg von Grund auf eine russische Flotte aufzubauen.

Die „Poltawa“ war das erste taugliche Kriegsschiff und wurde 1712 nach dem Bau in der Admiralitätswerft nach Kronstadt überführt. Sie ist ein Linienschiff vierter Klasse, hat eine Länge von knapp 40 Metern, zwölf Meter breit und besitzt einen Tiefgang von viereinalb Metern. Sie nahm unter an der Seeschlacht bei Hanko gegen die Schweden teil und wurde 1732 ausser Dienst gestellt.

Die „Poltawa“ ist neben dem Panzerkreuzer „Aurora“ das zweite historische Kriegsschiff im Newabecken. Neben zwei Restaurant-Schiffsimitationen liegt am gegenüberliegenden Newaufer zeitweise das Segelschulschiff „Mir“. Die grössere „Sedow“ kann diesen Liegeplatz nicht mehr erreichen, weil ihre Masten höher als die neue Autobahnbrücke über die Bucht vor Petersburg sind.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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