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Gewinner der Corona-Krise – die Zustelldienste

Von   /  3. April 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Die durch die Corona-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Schäden sind kaum zu beziffern. Es gibt nur ganz wenige Gewerbe, in denen das Geschäft gerade wegen des Virus um so besser läuft – die Apotheken, der Detailhandel und die Zustellungsdienste.

Letztere kommen der explosionsartig wachsenden Entwicklung gar nicht nach, weil sie der Boom völlig überraschend einsetzte, wie der „Kommersant“ schreibt. Im Vergleich zum Vormonat wuchs die Nachfrage um das zwölffache. Auch der durchschnittliche Betrag für Bestellungen wuchs um 30 bis 40 Prozent.

In der Mehrheit bestellen die Kunden lange haltbare Produkte wie „Gretschka“ (Buchweizen), Konserven, Teigwaren und Hygiene-Artikel, die in den ersten Tagen Quarantäne vielerorts ausverkauft waren. Durch die Flut von Bestellungen verlängerten sich die Lieferfristen von zwei Tagen bis zu einer Woche.

Neue Arbeitsplätze in der Krise

Dadurch wuchs auch der Bedarf an Mitarbeitern – Firmen wie O’key, IGoods, Perekrestok suchen dringend hunderte von neuen Kurieren, Verpackern, und Lageristen. Diese Entwicklung hat auch das Petersburger Stadtbild verändert. Immer öfter sind in den ausgestorbenen Strassen Velokuriere oder Lieferwagen der Heimlieferdienste zu sehen.

Auch der Online-Handelsriese „Ozon“ – das russische Pendant zum amerikanischen „Amazon“ – baut seinen Mitarbeiterstaat wegen der gewachsenen Nachfrage aus. In Twersk werden beispielsweise mehr als hundert neue MitarbeiterInnen für das dortige Verteilzentrum gesucht. Damit kann vielerorts wenigstens ein Teil der durch die Krise verlorenen Arbeitsplätze ersetzt werden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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