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Fotoausstellung: „Der andere Blick. Porträt eines Landes durch das Objektiv der Agentur Magnum“

Von   /  8. Juli 2020  /  Keine Kommentare

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pd.- Die Petersburger Manege präsentiert das Ausstellungsprojekt“Der andere Blick. Porträt eines Landes durch das Objektiv der Agentur Magnum“, erstellt in Zusammenarbeit mit der Magnum Photos-Agentur zusammen mit der Kuratorin und Foto-Historikerin Nina Gomiashvili.

Die Ausstellung zeigt ein Porträt der Sowjetunion und Russland von 1947 bis 2019 in den Werken legendärer Dokumentarfotografen: Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Eva Arnold, Thomas Dvorak und andere. Im Manege-Ausstellungssaal werden mehr als 250 Werke von 39 Fotografen präsentieren, einige davon werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Obwoh die Agentur Museen und Kulturinstitutionen in der Regel bereits fertig gestellte Wanderausstellungen anbietet hat die Manege die Initiative ergriffen, um ein völlig neues Kulturprojekt aus den Archiven von Magnum Photos und der Henri Cartier-Bresson-Stiftung zusammenzustellen, das Russland gewidmet ist.

Die Ausstellungszone ist in zehn Zonen nach Jahrzehnten eingeteilt. Im Erdgeschoss sind Fotografien der Sowjet-Epoche ab 1947 bis zum Ende der Achtzigerjahre versammelt, im ersten Stock ist eine visuelle Erzählung über das neue Russland ab 1990 bis in die heutige Zeit entstanden. Jedes Foto der Ausstellung steht für einen besonderen Moment, der festgehalten wurde. Dies ist eine andere Sicht des Landes: der Blick eines neugierigen, manchmal ironischen Außenbeobachters.

Ein Teil der Ausstellung wird auch eine Bibliothek mit freiem Zugang zu Büchern über die Reisen von Magnum-Fotografen durch Russland sein. Partner des Zusatzprogramms ist das Französische Institut in Russland. Das Bildungsprogramm für die Ausstellung wird durch Filmvorführungen über die Arbeit der Agentur in einem eigens dafür eingerichteten Kino im Obergeschoss ergänzt.

Die Fotoagentur Magnum Photos wurde am 22. Mai 1947 von fünf Freunden gegründet – Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, George Roger, David Seymour und William Vandivert. Die Gründer von Magnum Photos sahen ihr Ziel darin, eine neue Art von Fotoagentur mit Schwerpunkt auf Reportagefotografie zu schaffen. Magnum-Fotografen haben die Weltgeschichte seit Mitte des 20. Jahrhunderts dokumentiert.

Beteiligte Fotografinnen und Fotografen: Christopher Anderson, Eve Arnold, Bruno Barbey, Jonas Bendiksen, Henri Cartier-Bresson, Cornell Capa, Robert Capa, Raymond Depardon, Bieke Depoorter, Carolyn Drake, Thomas Dworzak, Elliott Erwitt, Martine Franck, Stuart Franklin, Bruce Gilden, Burt Glinn, Philip Jones Griffiths, Harry Gruyaert, Nanna Heitmann, Thomas Hoepker, Carl De Keyzer, Alex Majoli, Constantine Manos, Peter Marlow, Steve McCurry, Inge Morath, Martin Parr, Paolo Pellegrin, Chris Steele-Perkins, Gueorgui Pinkhassov, Mark Power, Marc Riboud, Ferdinando Scianna, Marilyn Silverstone, Jacob Aue Sobol, Newsha Tavakolian, Nicolas Tikhomiroff, Larry Towell, Alex Webb.

Bis 22. Juli, Eintritt 300 Rubel.

Zentraler Ausstellungssaal „Manege“, Isaakewskaja pl. 1, Tel. +7-812-611-11-00, www.manege.spb.ru

Bild: Der Rote Platz. Moskau, UdSSR, 1965. © Thomas Hoepker/ Magnum Photos

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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