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Ensemble Recherche. Konzert im Rahmen des 8. internationalen Festivals für Neue Musik reMusik.org.

Von   /  24. Mai 2021  /  Keine Kommentare

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pd.- Das VIII. St. Petersburger internationale Festival für Neue Musik reMusik.org findet vom 21. Mai bis 2. Juni statt. Es bietet ein breites Panorama zeitgenössischer akademischer, elektroakustischer, experimenteller und improvisierter Musik, ein umfangreiches Education-Programm mit 60 jungen Komponisten und vor allem Uraufführungen von Werken der Komponisten, die zu den Vorreitern der zeitgenössischen Musik gehören. Höhepunkt des Forums ist ein Auftritt des ensemble recherche (Deutschland) im Großen Saal der Staatlichen Philharmonie St. Petersburg am 2. Juni. Das Konzert findet mit Unterstützung des Goethe-Instituts statt.

Seit 1985 widmen sich die Mitglieder des ensemble recherche dem Neuen und Unbekannten. Über den Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten, mit über 600 Uraufführungen und rund 50 CD-Einspielungen, hat das Freiburger Ensemble musikalische Gegenwart gestaltet und Musikgeschichte geschrieben. Die acht Musikerinnen und Musiker – allesamt international konzertierende Solisten im Bereich der Neuen Musik – verbindet die große Lust am Experimentieren und die Begeisterung für die intensive Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Die acht Solistinnen und Solisten stellen ihre enorme Musikalität und ihre individuellen Persönlichkeiten in den Dienst des Kollektivs, um gemeinsam, als Ensemble, an der musikalischen Gegenwart zu forschen. Dem hohen Elan und dem persönlichen Einsatz jedes und jeder Einzelnen ist es zu verdanken, dass sich das freie Ensemble in über drei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Akteure der Neuen Musik etabliert hat.

Das ensemble recherche wird regelmäßig zu den renommiertesten Festivals Europas eingeladen und gastierte u. a. bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, in der Elbphilharmonie, im Concertgebouw Amsterdam, bei der Biennale Venedig, den Donaueschinger Musiktagen, den Darmstädter Ferienkurse und Wien Modern. Internationale Konzerttourneen führten u. a. nach Israel, Japan, China, Russland, Mexiko, in die USA und nach Südamerika. In Freiburg bringt das Ensemble in seiner eigenen Abokonzertreihe dem Publikum neue Entwicklungen der zeitgenössischen Musik und spannende Komponist*innen-Persönlichkeiten nah.

In Kollaboration mit jungen wie etablierten Komponistinnen setzt das ensemble recherche Impulse und beeinflusst maßgeblich die Entwicklung der gegenwärtigen Musik. Besonders im Rahmen des langjährigen Projekts „KlassenArbeit“ konnten Kompositionsstudierende, u. a. der Musikhochschulen Helsinki, Kopenhagen, Linz, Freiburg, Antwerpen, Reykjavik und Cambridge, von den langjährigen Erfahrungen der Musikerinnen profitieren. Die persönliche Verbindung mit wichtigen Komponist*innen des 20. Jahrhunderts, besonders mit Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Salvatore Sciarrino, Gérard Grisey, Hans Abrahamsen und Hans Werner Henze, macht das Ensemble heute zum Experten für „historische Aufführungspraxis“ in der Neuen Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

In zahlreichen Education-Aktivitäten, wie Schul-Workshops, Kinderkonzerten, partizipativen Jugendprojekten und Meisterkursen, investiert das Ensemble in die Zukunft und möchte den Forschergeist an die nächste Generation weitergeben. Das ensemble recherche setzt sich in dieser Form für eine Kultur des sensiblen Zuhörens, des produktiven Umgangs mit Differenzen und der lustvollen und angstfreien Auseinandersetzung mit Komplexität ein.

Seit 2012 ist das ensemble recherche gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester im Ensemblehaus Freiburg beheimatet. In den letzten Jahren hat sich das Ensemble durch drei neue Musiker und ein neues Management sukzessive verjüngt – optimale Voraussetzungen also, um auch in Zukunft Musikgeschichte zu schreiben…

Bild: Marc Doradzillo

2. Juni 20.00. Eintritt 300 – 1000 Rubel. 6+ Schostakowitsch-Philharmonie St. Petersburg. Großer Saal. Mihajlowskaja Uliza 2. Kontakt: +7 812 2400102. [email protected]

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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