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Coronavirus in St. Petersburg: kostenloser Express-Test am Flughafen für ausländische Reisende

Von   /  3. August 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Mit Flügen in die Türkei, nach Grossbritannien und nach Tansania ist der internationale Flugverkehr von und nach Russland gestartet. Für Einreisende ist ein Covid-Test vorgeschrieben, der neu gratis am Flughaven absolviert werden kann. Auch Busreisen in die baltischen Nachbarstaaten sind wieder möglich. Neben dem Covid-19 machen anonyme Bombendrohungen den russischen Flughäfen zu schaffen.

Am 2. August hob eine Maschine der Turkish Airlines zum ersten Auslandflug nach dem Lockdown von St. Petersburg nach Istanbul ab. Das Flugzeug brachte 273 Reisende von Pulkowo nach Istanbul, das neben der Hauptstadt Ankara bis auf weiteres die einzige erreichbare Destination in der Türkei sein wird. Doch schon am 10. August sollen die Ferienflughäfen Antalia, Bodrum und Dalaman hinzukommen, der Ansturm ferienhungriger Russen auf die Tickets Moskau, Petersburg und Rostow am Don ist gross.

Ab dem 15. August wird es ausserdem wieder Flüge in die Schweiz geben – einmal wöchentlich Moskau-Genf-Moskau. Allerdings gestattet die Schweiz bisher nur die Einreise für Ausländer mit Aufenthaltsbewilligungen, ausserdem müssen sie nach der Landung in Genf eine zehntägige Quarantäne hinter sich bringen. Russland hat zwar die obligatorische zweiwöchige Quarantäne für Einreisende Ausländer abgeschafft, dafür müssen sie innerhalb von drei Tagen einen Covid-19-Test absolvieren.

Covid-Test am Flughafen ist schnell und kostenlos

In Petersburg hat man dieses Problem nun auf eine erstaunlich unkomplizierte Weise gelöst. Einreisende können sich direkt nach der Ankunft einem gratis Express-Test unterziehen, dessen Resultat ihnen innerhalb von 45 Minuten mitgeteilt wird. Damit ersparen sie sich nicht nur eine bürokratische Hürde, sondern sparen Geld, denn ein Covid-Test in einem privaten Labor kostet rund 2000 Rubel.

So erwacht der internationale Flugverkehr von und nach Russland langsam aus seinem Dornröschenschlaf. Doch nicht nur die anhaltende Covid-Gefahr, sondern anonyme Drohungen machen den Flughäfen zu schaffen. So gingen in den vergangenen Tagen mehrere Bombendrohungen auf den Flugplätzen von Moskau Petersburg und Chabarowsk ein, die eine Evakuierung der Passagiere nötig machten und für verzögerte Abflüge sorgten.

Busreisen ins Baltikum wieder in Betrieb

Auch auf dem Landweg werden wieder Reisemöglichkeiten angeboten. Das Busunternehmen Ecolines hat in diesen Tagen die Strecken Riga-Moskau-Riga und St. Petersburg-Tallinn-St. Petersburg wieder in Betrieb gesetzt. Auf der Webseite des Transportunternehmens wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Einschränkungen für den Grenzverkehr zwischen Russland, Estland und Lettland nach wie vor in Kraft sind. Deshalb sind Reisen mit diesen Bussen vorerst nur Personen mit Aufenthaltsbewilligungen bzw. Pass des Ziellandes möglich sind. Wer sich für ein Retourticket entschliesst sollte ausserdem abklären, ob eine Rückreise möglich ist.

Am 3. Augst wurde mit 5394 neuen Fällen der minimalste Zuwachs an Covid-19-Ansteckungen in Russland seit dem 23. August verzeichnet. In Russland wurden offiziell 856000 Virus-Erkrankte verzeichnet, 653000 wurden geheilt, 14207 Personen sind gestorben. In Moskau sind 243000 Menschen erkrankt, 182000 geheilt und 4498 Personen gestorben. Petersburg hat bisher 31945 Virus-Kranke, 23627 Geheilte und 2062 Todesfälle registriert.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.newsru.com

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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