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Coronavirus in St. Petersburg: Ansteckungen sinken konstant

Von   /  18. August 2020  /  Keine Kommentare

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eva.- Seit mehreren Tagen werden russlandweit sinkende Ansteckungsziffern gemeldet. Trotz allem fürchtet man sich vor einer zweiten Welle zum Schulbeginn und hofft auf einen positiven Einsatz des neuen Covid-Impfstoffs. Die Grenzen zu den meisten europäischen Ländern bleiben unverändert geschlossen für Reisende aus Russland.

In Russland sind vier Tage nacheinander sinkende Covid-Ansteckungen verzeichnet worden. So waren am 18. August in 83 Regionen Russlands 4748 neue Fälle gemeldet, am Vortag waren es noch deren 4892. Die beiden Hauptstädte liegen immer noch in Führung, Moskau mit 693 neuen Fällen (insgesamt 253.757), St. Petersburg mit 157 bei total 34.325 Personen. Erstmals seit Beginn August wurden wieder mehr als 130 Todesfälle registriert. Allerdings wird diese Statistik laufend mit Todesfällen aus früheren Perioden ergänzt, die sich in Abklärung befanden.

Virus kehrt mit den Touristen zurück

Im ganzen Land macht man sich auf eine Welle neuer Fälle gefasst, da bis im September tausende Russinnen und Russen aus dem Urlaub zurückkehren werden. In der Türkei, einem der wenigen Länder, das seine Grenzen für russische Touristen geöffnet hatte, wird bereits wieder ein deutlicher Zuwachs an Covid-Fällen gemeldet. Daher ist zu erwarten, dass sich die Touristen dort und auch an anderen Ferienorten, wie der Krim mit dem Virus angesteckt haben.

Während Urlaubsländer wie die Türkei, Zypern, Bulgarien ihre Grenzen für Reisende aus Russland geöffnet haben, bleiben die Schlagbäume der meisten Schengenstaaten weiterhin geschlossen. Die nächsten Nachbarstaaten Finnland und Estland haben die Einschränkungen wiederum bis Ende August verlängert. Die Flughäfen in Moskau und St. Petersburg melden täglich eine Vielzahl gestrichener Flüge. Als Ausnahme hat sich die Schweiz erwiesen, die seit Mitte August wieder wöchentlich einen Flug zwischen Genf und Moskau zugelassen hat und die Quarantäne für Einreisende aus Russland abgeschafft hat.

Baldige Impfung von Spital- und Schulpersonal in Sicht

Am 1. September soll an den russischen Schulen wieder der Unterricht beginnen. LehrerInnen und SchülerInnen werden Masken empfohlen, es besteht allerdings kein Zwang. Für den Fall einer deutlichen Verschlechterung der Viren-Situation müssen sich jedoch alle Schulen auf eine erneute Einführung des Online-Unterrichts vorbereiten. Daher haben einige Schulen frühzeitig eine Umfrage unter den Eltern gestartet, wer einen Computer, bzw. ein Tablet besitzt. Das wiederum hat bei vielen Familien, die bereits vom monatelangen Hausunterricht erschöpft sind, für Enttäuschung gesorgt, schreibt Fontanka.ru

Eine gewisse Linderung erhofft man sich vom Einsatz des russischen Covid-Impfstoffs «Sputnik V», mit dem bereits in einem Monat medizinisches Personal und LehrerInnen geimpft werden soll. Der Einsatz sorgte für unterschiedliche Reaktionen, da der Impfstoff ohne die Vollendung der üblichen dritten Entwicklungsstufe zum Einsatz kommen soll. Während dies von den einen Experten kritisiert wird, loben andere die rasche und notwendige Impfung und die rasche Weitergabe des Impfstoff-Rezepts an stark betroffene Länder wie Brasilien.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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