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Corona-Virus in St. Petersburg: Hoffnung auf die Covid-Impfung

Von   /  8. Februar 2021  /  Keine Kommentare

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eva.- Dem russischen Impfstoff «Sputnik-V» wird von wissenschaftlicher Seite eine hohe Wirksamkeit zugestanden. Bald soll die Impfkampagne ganz Russland erfassen, und dennoch bleibt die Befürchtung, die mutierten Covid-19-Stämme könnten zu einer dritten Welle führen. Wie die sinkenden Ansteckungszahlen belegen, wurde die Spitze der zweiten Covid Welle in Russland durchschritten.

Das wisschenschaftliche Journal «Lancet» bestätigte kürzlich eine Wirksamkeit von 91 Prozent des russischen Covid-Impfstoffs «Sputnik-V» schreibt Newsru.com. Damit wurden die Zweifel ausgeräumt, der Impfstoff sei zu früh freigegeben worden und hätte noch länger getestet werden müssen.

«Covid-19» war im August 2020 als weltweit erster Covid-Impfstoff freigegeben worden. Starke Nebenwirkungen oder Todesfälle nach der Anwendung wurden bisher nicht festgestellt. Laut russischer Regierung soll bis im Juni die gesamte russische Bevölkerung die Möglichkeit für eine Impfung erhalten. Bisher werden wegen der knappen Verfügbarkeit des Vakzinats nur Angehörige der Risikogruppen geimpft.

Spitze der zweiten Welle durchschritten

Anlass zur Hoffnung geben die jüngsten Ansteckungszahlen, die mit weniger als 16.000 neuen Fällen pro Tag zum ersten Mal unter das Niveau vom vergangenen Oktober gefallen sind. Die Petersburger Stadtregierung hat darauf reagiert und ab Februarbeginn die Begrenzugen erleichtert oder aufgehoben. So dürfen Gastro-Betriebe (ausser Food-Corts) auch zwischen 23.00 und 06.00 wieder arbeiten. Kinos, Theater und Konzertsäle dürfen ihre Plätze wieder bis zur Hälfte besetzen.

Mit dem Rückgang der Ansteckungszahlen hat sich auch die Situation in den Covid-Kliniken entspannt. Nach Angaben des Smolny waren am 8. Februar 41 Prozent der verfügbaren Betten für Corona-Patienten wieder frei. Aus diesem Grunde gehen einige der umgerüsteten Spitälern wieder zum normalen Betrieb über. Trotz Impfstoff und Rückgang der Krankheitsfälle bleibt die offene Frage, inwiefern die neue entdeckten mutierten Covid-Viren, die teilweise als leicht ansteckender und tödlicher gelten, für eine dritte Grippewelle sorgen könnten.

In Russland wurden am 8. Februar offiziell 3,9 Millionen Virus-Erkrankte verzeichnet, 3,4 Millionen wurden geheilt, 77068 Personen sind gestorben. In Moskau sind 945000 Menschen erkrankt, 851000 geheilt worden und 13958 Personen gestorben. Petersburg hat bisher 346366 Virus-Infiszierte, 249376 Geheilte und 10122 Todesfälle registriert.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.newsru.com

www.kommersant.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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