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Ältester Petersburger Elektronik-Fachhändler „Key“ verkauft

Von   /  15. Januar 2019  /  Keine Kommentare

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eva.-  Die Petersburger Elektronik-Ladenkette „Key“ aus den Neunzigerjahren wurde an den Internetverkäufer „DNS“ verkauft. Die Finanzlage von „Key“ war nicht die Ursache für den Verkauf der Traditionsfirma, vielmehr fehlte es an Entwicklungsperspektiven.

Mit dem Gründungsjahr 1991 „Key“ gehörte zu den „ältesten“ Petersburger Unternehmen und seine Geschäfte waren bis zum Schluss beliebt bei der Petersburger Kundschaft. Mit einem Ertrag von 4,5 Milliarden Rubel und einem Reingewinn von 11 Millionen Rubel stand die Firma, die zu 74 Prozent Michail Iwaschenko und zu 26 Prozent Elena Terentjewa gehörte, mit weisser Weste da. Immerhin betrug der Reingewinn 2014 noch das Zehnfache.

Der Grund für die Aufgabe lag laut Fontanka.ru in den fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten. Trotz seiner Erfolgsgeschichte konnte sich die Ladenkette kaum über die Stadtgrenzen hinaus entwickeln. Bis zu seinem Verkauf verfügte es über 20 Filialen in St. Petersburg und neun in verschiedenen Regionen, sowie über mehrere Verteilstellen für Online-Verkäufe.

Neubesitzer aus Wladiwostok

Dies genügte kaum, um es mit den landesweiten Elektronik-Giganten wie“Eldorado- M.Video“ aufzunehmen, die im vergangenen Jahr das Filialnetz von Mediamarkt Russland übernommen hatten. Sicher lag dies auch an der verpassten Chance, rechtzeitig im Online-Handel zu expandieren.

Ein Profi auf diesem Gebiet ist die Firma „DNS“ aus Wladiwostok, welche die „Key“-Filialen übernommen hat. Die Neubesitzer haben mit den Geschäften auch den Firmennamen übernommen, allerdings ist zweifelhaft, ob er weiter verwendet wird. Auf jeden Fall sind in einigen Petersburger Einkaufszentren die „Key“-Schriftzüge bereits verschwunden und durch das orange Logo der Neubesitzer ersetzt worden. Bis im März soll die Übernahme abgeschlossen sein, wobei ein Teil der Geschäfte geschlossen wird.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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