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Arktis-Forschung: Endlich passende Eisscholle für Polarstation SP38 gefunden

Von   /  13. Oktober 2010  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Teilnehmer der Polarexpedition mit dem Eisbrecher Rossija haben am Montag mit dem Ausladen von Ausrüstung und Reserven auf eine driftende Eisscholle begonnen, die für das nächste knappe Jahr ihr Heim wird. Die Eisscholle, auf der die Polarstation SP-38 untergebracht wird, war am Sonntag nach intensiver zweitägiger Luftaufklärung geortet worden. Sie liegt 600 km nördlich der Wrangel-Insel, ist sieben mal 12 Kilometer groß und entspricht hinsichtlich der Eisstärke – zwei bis 2,5 Meter – allen dafür geltenden Anforderungen. In der Winterzeit soll sie um mindestens 1,5 Meter stärker werden.

Das Ausladen, das in drei Schichten rund um die Uhr erfolgt, wird bis zu fünf Tagen in Anspruch nehmen. Neben den 15 Mitarbeitern der Polarstation SP-38 sind auch Studenten aus Sankt Petersburg als Volonteure am Aufstellen des Lagers beteiligt. Die Freiwilligen werden nach Fertigstellung der Arbeiten mit dem Eisbrecher zurück nach Hause fahren.

Mit Schiffskränen wurden bereits einer von zwei benötigten Traktoren, zwei Schneefahrzeuge, zehn Häuser für die Polarforscher, sowie Baustoffe auf die Eisscholle geladen. 700 Fässer mit Benzin, Kerosin, Dieseltreibstoff und Schmieröl sollen folgen. Unter den ersten, die von Bord auf die Eisscholle gingen, waren die Hunde Dick und Diana, die bereits bei der Expedition der Vorgänger-Station SP-37 dabei waren.

Der Expeditionschef Artur Tschilingarow dankte der Luftaufklärung für die schnelle Ermittlung einer geeigneten Scholle. Sie war im kanadischen Arktis-Sektor entstanden und soll dank ihrer Lage und der Geschwindigkeit, mit der sie driftet – etwa 0,2 Knoten – eine längere Lebenserwartung haben. Der Leiter der Station SP-38, Tomasch Petrowski, meinte darauf, er habe in den letzten drei bis vier Jahren keine bessere Eisscholle gesehen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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