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Zweite Röhre der Gaspipeline Nord Stream in Betrieb genommen

Von   /  10. Oktober 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Das Potential der beiden Stränge der Gasleitung Nord Stream zwischen Russland und Deutschland auf dem Grund der Ostsee wird maximal genutzt. Das versicherte der Vize-Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexander Medwedew, am Montag nach der Inbetriebnahme der zweiten Röhre in einem Interview für den englischsprachigen TV-Sender Russia Today. Die beiden Röhren würden komplett gefüllt.

„Wie ein beliebiges Projekt derartigen Ausmaßes braucht auch Nord Stream eine gewisse Zeit, um die Vollleistung zu erreichen. Sowohl der erste als auch der zweite Strang der Pipeline wird nach einem konkreten Terminplan mit Gas gefüllt. Daher wäre es falsch zu behaupten, dass die Kapazitäten der Leitung nicht effektiv genug genutzt werden“, sagte der Topmanager.

Zuvor am Montag wurde der zweite Strang der Nord-Stream-Pipeline feierlich in Betrieb genommen. Somit wurde die Nennleistung der Leitung auf 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppelt. Der erste Strang war am 8. November vergangenen Jahres ans Netz angeschlossen worden.

Nach der Inbetriebnahme des zweiten Stranges teilte Gazprom-Chef Alexej Miller mit, dass bis Ende Januar 2013 über die Verlegung von zwei weiteren Röhren entschieden werden soll. Gazprom-Vize Medwedew sagte in dem Interview, dass die Gesellschafter des Projekts nichts gegen seine Erweiterung einzuwenden haben. „Alle wollen mitmachen“, sagte der Manager nach einer Beratung des Aktionärsausschusses des Betreiberkonsortiums Nord Stream.

Die Aktionäre hätten einen Plan gebilligt, nach dem bis Ende Januar 2013 ein Memorandum über den Bau neuer Kapazitäten unterschrieben werden soll. Diskutiert werde auch über direkte Gaslieferungen an Großbritannien. Es sei nicht ausgeschlossen, dass all die Pläne binnen kurzer Zeit realisiert würden, sagte Medwedew. Miller zufolge ist „der Ausbau (der Pipeline) technisch umsetzbar und ökonomisch auch rentabel.

Die 1220 Kilometer lange Ostsee-Pipeline wurde von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg an der Grenze zu Finnland bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut und führt durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark. Größter Aktionär des Projekts ist Gazprom mit 51 Prozent der Anteile. Die deutschen Energiekonzerne Wintershall Holding und E.ON Ruhrgas halten je 15,5 Prozent sowie die französische GdF Suez und die niederländische Gasunie jeweils neun Prozent der Anteile.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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