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Wo der Rubel rollt, rollt auch Rolls-Royce: Doppelter Absatz in Russland 2011

Von   /  10. Januar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Der Hersteller des Luxus-Autos Rolls-Royce sehen in Russland, und zwar nicht nur in Moskau, ein beachtliches Wachstumspotential, sagt Torsten Müller-Ötvös, CEO von Rolls-Royce Motor Cars.

„Blickt man auf unsere Geschichte in Russland zurück, so stellt man fest, das wir über unser Verkaufszentrum in Moskau von Jahr zu Jahr gewachsen sind“, so der Unternehmer in einem Gespräch mit RIA Novosti. „Man kann auch von alternativen Zentren in anderen russischen Städten sprechen, wenn es um das Potential des russischen Marktes geht.“

Möglichkeiten für einen Ausbau sieht Müller-Ötvös unter anderem in Sankt Petersburg und Jekaterinburg.

Am Montag veröffentlichte Rolls-Royce Motor Cars einen Bericht über die Ergebnisse des Vorjahres. Weltweit wurden in den zurückliegenden 12 Monaten 3538 Autos an die Abnehmer geliefert. Während das Wachstum gegenüber dem Jahr zuvor 31 Prozent ausmachte, hat sich der Absatz in Deutschland und in Russland verdoppelt.

Müller-Ötvös räumt ein, dass der Absatzanstieg in vieler Hinsicht dem jüngsten Modell Ghost zu verdanken ist, das preiswerter sei und kompakter aussehe als das Rolls-Royce-„Flaggschiff“ Phantom. „Ghost ist für den täglichen Gebrauch bestimmt, dies ist ein Business-Instrument für Geschäftsleute, die gern selbst am Steuer sitzen. Und ganz eindeutig ist dies keine Economy-Klasse.“

Die Auswirkungen des „Arabischen Frühling“, der im vergangenen Jahr den traditionellen Rolls-Royce-Absatzmarkt im Nahen Osten anfangs in Verwirrung gebracht hatte, erwiesen sich als nicht besonders nachhaltig: Bereits Mitte 2011 normalisierte sich der Markt wieder.

„Das ist schön, es zeigt aber auch, wie schwer sich etwas prognostizieren lässt“, führte der Unternehmer weiter aus. „Nach der Fukushima-Tragödie dachten wir zum Beispiel, der japanische Markt sei tot. Er lebt aber, weil dies in der japanischen Tradition liegt: ‚Ja es gab eine Krise, aber wir sind solche Erschütterungen bereits gewohnt, also werden wir uns nicht unterkriegen lassen‘.“

„Angesichts der Eurokrise war ein Absatzrückgang zu erwarten, die Kunden unserer Firma – Geschäftsleute, die eigene Unternehmen haben, und ihre Gesellschaften – haben aber im vergangenen Jahr positive Resultate erzielt und sich selbst mit neuen Rolls-Royce-Autos belohnt.“

Im Frühjahr will Rolls-Royce sein Absatznetz durch den Sprung nach Südamerika erweitern. Die ersten Geschäfte werden in Brasilien und Chile aufgemacht. „Ich glaube nicht, dass wir 2012 ein gleichermaßen rasantes Wachstumstempo haben werden wie 2011“, sagt Müller-Ötvös. „Ich denke, dass das Wachstum bescheidener ausfallen wird, ein Wachstum wird es aber dennoch geben.“

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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