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Wird Riga bald zum Glücksspiel-Paradies?

Von   /  24. August 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Nil Usakovs, der erste russischstämmige Bürgermeister von Riga im postsowjetischen Lettland, hat vorgeschlagen, in der Hauptstadt eine Casino-Insel einzurichten.

Wie das Internet-Portal Delfi berichtete, könnten dadurch auf Glückspiele versessene, betuchte Touristen aus Russland angelockt werden. Zum 1. Juli dieses Jahres war in Russland ein Gesetz in Kraft getreten, nach dem das Glückspielgeschäft nur noch in vier Sonderzonen betrieben werden darf – in den Regionen Primorje und Altai, im Gebiet Kaliningrad (Königsberg) und an der Grenze zwischen der Region Krasnodar und des Gebietes Rostow im Süden des Landes. Aus dem Verbot ist das Wetten auf Pferderennen ausgeklammert.

„Alle Glückspiele in Riga müssen an einem Ort konzentriert werden. Indes sind Spielhallen und Casinos derzeit in der gesamten Hauptstadt verstreut“, wurde Usakovs zitiert. Von diesem „Mini-Las-Vegas“ würde Riga klar profitieren. Die Lettische Vereinigung von Glücksspiel-Unternehmern unterstützt diese Idee.

Das teilte ein Vertreter der Vereinigung am Mittwoch in Riga mit. „Wir begrüßen Usakovs‘ Idee.“ Zugleich äußerte er die Ansicht, dass die Schaffung eines solchen Zentrums in Riga in nächster Zeit wegen der Krise wenig wahrscheinlich ist. „Das Projekt würde Investitionen in Höhe von hunderten Millionen US-Dollar erforderlich machen … Ich zweifele daran, dass jemand jetzt so viel Geld in das Glücksspielgeschäft investieren wird“, sagte der Experte.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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