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Weltwirtschaftsforum WEF 2015: Putin kommt nicht nach Davos

Von   /  15. Januar 2015  /  Keine Kommentare

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spn.- Weder Präsident Wladimir Putin noch Premier Dmitri Medwedew werden zum Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar reisen, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Montag unter Berufung auf Quellen in der russischen Regierung. Höchstwahrscheinlich wird der Erste Vizepremier Igor Schuwalow oder Vizepremier Arkadi Dworkowitsch in die Schweiz reisen. Ihre Sprecher konnten bzw. wollten diese Informationen allerdings nicht bestätigen. Dworkowitsch hatte in diesem Jahr die russische Delegation geleitet, der unter anderem Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew, Ex-Finanzminister Alexej Kudrin und Vizepremier Dmitri Kosak angehörten.

Die politische Spitze war bereits vor der Ukraine-Krise skeptisch zum Weltwirtschaftsforum eingestellt, behaupteten zwei Quellen im Kabinett im Herbst. Im November verriet eine von ihnen, dass „Beamte niedrigeren Ranges“ in die Schweiz reisen würden. Im Dezember wurde die Situation mehr oder weniger klar: Nach Davos fahren Uljukajew, Finanzminister Anton Siluanow und möglicherweise Kommunikationsminister Nikolai Nikiforow und die für soziale Fragen zuständige Vizeministerpräsidentin Olga Golodez.

„Störfaktor“ Michail Chodorkowski

Im September hatte die Führung des Weltwirtschaftsforums das traditionelle Moscow Meeting abgesagt, dessen russische Teilnehmer diesen Schritt auf die geopolitische Situation zurückführten. Ein weiterer „Störfaktor“ könnte für die Russen die mögliche Teilnahme des einstigen Chefs des Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, am Wirtschaftstreffen in Davos sein. Dieser dementierte zwar, dass er am Forum selbst teilnehmen könne, bestätigte aber, dass er sich im Januar tatsächlich in Davos aufhalten werde – „mit meinen Söhnen, mit allen Kindern und Enkeln – mit der ganzen Familie. Wir werden Ski fahren. Falls die russische Delegation Angst vor mir hat, dann ist das nicht nötig: Ich werde sie doch nicht auf der Straße überfallen.“

„Die russischen Beamten werden auf dem Forum sagen, dass das Land den so genannten ‚Fluch des Öls‘ loswerden, eine diversifizierte Wirtschaft aufbauen, die Korruption ausrotten und die Beziehungen mit Europa verbessern sollte“, vermutete der Direktor des russischen Zentrums für politische Technologien, Igor Bunin. „Das wurde schon früher häufig geäußert, und das werden sie wiederholen.“ Die Äußerungen der Russen werden nach seiner Auffassung „neutral bleiben und eine gewisse Hoffnung enthalten.“

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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