Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Ticker  >  Aktuelle Artikel

Visa-Hürden: Touristen meiden Russland

Von   /  23. Juni 2011  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Wegen der komplizierten Visa-Verfahren machen ausländische Touristen weiter einen großen Bogen um Russland. Das wurde beim gestrigen Treffen der Touristikbranche in Moskau festgestellt, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“.

„Der Russische Verband der Reiseunternehmer hat das Außenministerium zur Bildung einer Arbeitsgruppe aufgerufen, die sich mit der Lösung dieses Problems und den Entwicklungsperspektiven des Tourismus in Russland befassen sollte“, sagte die Sprecherin des Verbandes, Irina Tjurina. Ihr zufolge wurden bei einer Studie 18 Ursachen gefunden, warum ausländische Touristen Russland meiden.

„Dazu gehören die Schwierigkeiten bei der Visa-Vergabe und bei der Anmeldung von Ausländern in Russland“, betonte sie. „In den Ländern, wo für die Visaformalitäten russische Konsulate verantwortlich sind, erleben wir eine ‚Talfahrt’. Es handelt sich um Italien, Finnland, Deutschland und Spanien – aus diesen Ländern kommen die meisten Touristen nach Russland.“

Zudem mangelt es in Russland an modernen Kreuzfahrtschiffen und Reisebussen, stellte die Branche weiter fest. Ein Nachteil ist auch die Tatsache, dass sich Ausländer in Russland kaum zurechtfinden, weil die meisten Informationen in Russisch verfasst sind.

Die Auffassung, dass es an der Infrastruktur in Russland liegen könnte, wurde dagegen widerlegt. „Es ist ein Märchen, dass Russland ein teures Land ist und dass es hier keine komfortablen Hotels gibt. Ausländische Touristen besuchen vor allem Moskau und St. Petersburg, wo die Infrastruktur, darunter Hotels, durchaus gut ist“, so Tjurina.

Sie führte an, dass zwischen Januar und März 196 400 ausländische Touristen Russland besucht haben. Das sei um fünf Prozent mehr als im Vorjahr (187 000). Nach Russland seien mehr Chinesen, Türken und Italiener gereist. Gleichzeitig habe sich allerdings die Zahl der Besucher aus Finnland (um 24 Prozent), Deutschland (um 19 Prozent), den Niederlanden (um 17 Prozent), Frankreich und Spanien (um je 16 Prozent) verringert.

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

WM2018: Peruanische Taschendiebe verurteilt – mit Hilfe von Google-Übersetzer

mehr…