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US IT Firmen schließen Ihre Büros in St.Petersburg

Von   /  26. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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us-it-firmen-in-spbmm – Die amerikanische Softwareentwicklungsfirma ARRIS, welche unter anderem für Motorola in Russland tätig ist, verlässt die Stadt und schließt Ihre Niederlassung in St. Petersburg.

Gründe für die Schließung sind keine genannt worden. Bereits vor einem Monat hat Hewlett Packard ein IT Entwicklungslabor mit 100 Mitarbeitern geschlossen, den Mitarbeitern wurde angeboten Arbeitsplätze an anderen Standorten der Firma im Ausland anzunehmen.


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Ursache des Exodus ist die politische Grosswetterlage

Branchenkenner gehen dabei nicht von wirtschaftlichen aber politischen Gründen für das Ende der Entwicklungslabors aus. Durch den stark gefallenen Rubelkurs verbilligen sich die Kosten für den Betrieb drastisch, so das die Kosten für die Firmen drastisch gefallen sind. Doch vor allem die Niederlassungen von grossen IT Firmen sind die ersten, welche St. Petersburg und Russland den Rücken kehren.

So liquidierte z.B. der Hesteller von PHOTOSHOP, die Firma Adobe als eine der Ersten Ihre russische Repräsentanz. Hintergrund ist offiziell die Änderung des Business Models auf ein reines Onlinelizenzverfahren, bei dem kein Physikalisches Produkt mehr ausgeliefert werden muss. Die Bestellungen gehen in die Cloud und teure Vertriebsniederlassungen sind nicht mehr erforderlich.

Microsoft hat als neuer Eigentümer von Skype das Entwicklungsbüro geschlossen und den Mitarbeitern Arbeitsplätze in Prag angeboten. Andere Microsoft Töchter wie die St. Petersburger VIACode sind nocht nicht betroffen, aber mit der Budgetplanung für das neue Jahr kann sich das noch ändern.

Restriktive IT Gesetze

Ein weitere Grund für den Exodus der IT Firmen sind die neuen Gesetze der russischen Föderation zur „nationaler Speicherung“ von Verbraucher und Firmendaten auf Servern in Russland. Was als Gesetz zum Schutz der Verbraucher angepriesen wurde empfinden viele IT Firmen als juristischen Zwang zur Offenlegung von Firmengeheimnissen. Sie sehen sich der willkürlichen Möglichkeit ausgesetzt jederzeit Ihre Daten, auch die Firmeninternas herauszugeben.

So zieht z.B. der Suchmaschinen-Riese Google seine lokalen Ingenieure mit genau dieser Begründung aus Russland ab. Der Vermieter, die SOLO Gruppe ist derweil auf Nachfrage noch nicht orientiert, das Google ausziehen möchte.

Die Schweizer Firma Luxsoft reduziert das Personal ebenfalls drastisch, behält aber den Standort bei. Von dem knappen Dutzend weitere Softwareentwicklungszentren, welche noch in St. Petersburg verbleiben

Unter Druck

valentin-makarov

Der Präsident vom Branchenverband Russoft, Valentin Makarow geht davon aus, das bei den US Unternehmen auch direkter politischer Druck der Behörden eine Rolle spielt.

Die amerikanischen Unternehmen befinden sich jetzt eben dem unter Druck der Behörden, sich aus Russland zurückzuziehen. Es betrifft jedoch nur die großen Gesellschaften, welche eben auch von Regierungsaufträgen abhängen. Daher werden nicht alle Firmen die Stadt zu verlassen.“

Text: Markus Müller
Info Grafik und Photo: Verbandspresseinfo Russoft

 

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Keine Kommentare

  1. Kirsten Strehle sagt:

    An Nr. 1. – Scholze

    Ohne den „US Dreck“ gäbe es kein Internet, kein Handy und keinen Laptop. Die meisten Deutschen möchten darauf nicht verzichten. Nicht nur die NSA spioniert, das tun alle, die es können.

    Sie dürfen sich gerne per Buschtrommel verständigen. Wenn man alles so leicht und so gut alleine entwickeln könnte, hätte man es längst getan und würde damit Milliarden verdienen.

  2. Brœtzner Franz sagt:

    Ich geb meine Mastercard zurück.

  3. Scholze sagt:

    Raus auch mit dem US Dreck auch aus Deutschland.
    Suchmaschinen und Co kann man auch alleine entwickeln.
    Wegen preisgabe von Firmengeheimnissen das ich nicht lache hier
    muß gerade das von NSA verseuchte Google die Klappe aufreißen.

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