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Umfrage: Deutsche Unternehmen sehen ihre Lage auf russischem Markt positiv

Von   /  20. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Die deutschen Unternehmen, die in Russland arbeiten, bewerten laut Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, ihre Lage auf dem Markt im Allgemeinen positiv.

Seinen Worten nach  planen die befragten deutschen Unternehmen in diesem Jahr Investitionen in Höhe von über 800 Millionen Euro, was Russland nach wie vor als vortrefflichen Investitionsplatz charakterisiere.

Lindner zufolge sind deutsche Unternehmen viel optimistischer eingestellt als erwartet, was von den guten Perspektiven ihrer Arbeit in Russland zeuge. Wie er präzisierte, arbeiten heute etwa 6300 deutsche Unternehmen in Russland.

Als negative Aspekte bei den Geschäften deutscher Firmen in Russland nannten die Unternehmer vor allem Bürokratie, Korruption sowie die Unvollkommenheit von Zollregelungen und technischen Vorschriften.

Alle Befragungsteilnehmer weisen auch auf einen Anstieg des Protektionismus in einer Reihe von Branchen hin, der den Normen der Welthandelsorganisation nicht entspreche. Unter den betroffenen Branchen sind die Produktion von medizinischen Geräten und Landwirtschaftstechnik sowie der Werkzeugmaschinenbau.

Laut Lindner tritt der Ost-Ausschuss für einen vernünftigen Protektionismus ein. Man müsse gleiche Konkurrenzbedingungen für ausländische Unternehmen, die juristische Personen in Russland eröffnen, schaffen und ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen der Globalisierung und dem Schutz des Inlandsmarktes finden.

Gemäß der Umfrage sprechen sich die meisten deutschen Unternehmen für eine Einführung der Visafreiheit zwischen der EU und Russland aus.

Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der deutsch-russischen Auslandshandelskammer, fügte hinzu, dass der Außenhandelsumsatz zwischen Deutschland und Russland nach Schätzungen deutscher Unternehmer in diesem Jahr um 15 Prozent auf über 80 Milliarden Euro zunehmen wird.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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