Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Wirtschaft  >  Militärtechnik  >  Aktuelle Artikel

Transport für Syrien: Kampfhubschrauber in Kaliningrad wieder ausgeladen

Von   /  24. Juli 2012  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Die Geschichte mit dem Hubschraubertransport für Syrien nimmt eine neue Wendung: Der russische Frachter „Alaed“, dem es zuvor nicht gelungen war, modernisierte Mi-25-Helikopter nach Syrien zu bringen, hat die Maschinen nach inoffiziellen Angaben in der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad ausgeladen.  „Das Schiff hat seine Fracht in Baltijsk gelöscht. Die Hubschrauber befinden sich auf dem Festland“, erfuhr RIA Novosti aus russischen Sicherheitskreisen. Man warte auf weitere Anweisungen des staatlichen Rüstungsexporteurs Rosoboronexport.

Der Quelle zufolge waren die Hubschrauber im Auftrag Syriens in einem Flugzeugwerk in Kaliningrad modernisiert worden.  Die „Alaed“, die mit Flugabwehrsystemen und modernisierten Hubschraubern des Typs Mi-25 an Bord auf dem Weg nach Syrien war, war am 18. Juni vor der schottischen Küste aufgehalten worden und musste schließlich zurück in die Heimat abdrehen.

Zugleich kündigte das dänische Unternehmen United Nordic Shippin A/S, das den „Alaed“-Frachter von der russischen Reederei Femco gechartert hatte, den Chartervertrag auf. Der britische Versicherer Standard Club ließ seinerseits wissen, die Versicherungsverträge mit allen Femco-Schiffen annulliert zu haben. Der Grund sei die Information, dass ein Femco-Frachter Kriegstechnik für Syrien befördere.

Nach russischen Angaben ist von insgesamt drei Helikoptern die Rede, die Syrien gehören und nach einem Vertrag aus dem Jahr 2008 in Russland modernisiert worden waren. In der vergangenen Woche kündigte der Vizechef der russischen Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit, Wjatscheslaw Dsirkaln, an, die russische Kriegsmarine werde demnächst die Aufgabe bekommen, die heimischen Handelsschiffe, die nach Syrien unterwegs sind, vor einer möglichen Blockade zu schützen.  In Syrien waren vor mehr als 15 Monaten gewaltsame Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad ausgebrochen.

Laut verschiedenen Angaben sind bei den Gefechten zwischen der Armee und der bewaffneten Opposition insgesamt bis zu 16 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten fordern den Rücktritt von Assad. Obwohl die Konfliktparteien am 12. April einen Waffenstillstand verkündet haben und der Weltsicherheitsrat 300 UN-Beobachter entsandt hat, kommt es immer wieder zu Gefechten und blutigen Gewalttaten.

www.rian.ru

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger Gouverneur Poltawtschenko ausgewechselt

mehr…