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Siemens und RZD nehmen Verhandlungen über Sapsan-Züge wieder auf

Von   /  4. April 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Der deutsche Konzern Siemens ist laut dem Präsidenten von Siemens Russia, Dietrich Möller, bereit, in zwei Jahren acht Hochgeschwindigkeitszüge „Sapsan“ (Wanderfalke) für die Russischen Eisenbahnen RZD zu liefern. „Wir verhandeln darüber“, sagte Möller Journalisten am Rande einer Internationalen wissenschaftlichen Konferenz der Produzenten von Eisenbahntechnik, die in Moskau stattfindet. Möller zufolge ist Siemens bereit, acht ICE-Züge den Russischen Eisenbahnen wie bei der vorherigen Lieferung zum Preis von 2005 (für 276 Millionen Euro) zu verkaufen.

Im Mai 2006 unterschrieben die Russischen Eisenbahnen (RZD) und der deutsche Konzern Siemens einen Liefervertrag über acht Sapsan-Züge im Gesamtwert von 276 Millionen Euro. 2007 schlossen die Seiten auch einen Vertrag über die technische Wartung der Sapsan-Züge für 30 Jahre im Werte von 354,1 Millionen Euro ab. RZD-Chef Wladimir Jakunin zufolge wird sich dieses Projekt laut Prognosen in acht bis zehn Jahren rentieren: Das sei eine recht kurze Zeit, wenn man berücksichtige, dass die ICE-Züge eine Betriebsdauer von mindestens 30 Jahren hätten.

Die Russischen Eisenbahnen verfügen gegenwärtig über acht ICE-Züge. Die in Deutschland gebauten Sapsan-Züge pendeln seit dem 17. Dezember 2009 zwischen Moskau und Sankt Petersburg. Seit dem 30. Juli 2010 verkehren Siemens-Hochgeschwindigkeitszüge auch zwischen Moskau und Nischni Nowgorod. Im Mai 2010 gab Dietrich Möller neue Pläne von Siemens und RZD bekannt – einen Liefervertrag über ICE-Züge mit Schlafwagen zu schließen, die auf der Route Moskau-Sotschi pendeln sollen.

2010 bestätigte die RZD-Leitung ihre Pläne, vier bis acht weitere ICE-Züge bei Siemens zu bestellen. RZD-Chef Jakunin beauftragte zuvor seine Experten, einen Finanzierungsmechanismus für den Kauf neuer Sapsan-Züge zu entwickeln. Später teilten beide Seiten mit, dass die Verhandlungen zu diesem Projekt eingestellt worden seien.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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