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Schiff aus St. Petersburg bringt Munition nach Syrien

Von   /  16. Januar 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Ein Schiff mit „gefährlicher Ladung“ aus Russland, das am Vortag im syrischen Hafen Tartus eingelaufen war, hat Munition an Bord. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf einen Vertreter der zyprischen Behörden, die das Schiff am 10. Januar im Hafen von Limassol zur Kontrolle gestoppt hatten. Es handele sich um vier Container mit Schusswaffen-Munition, hieß es.

Die USA äußerten sich besorgt über die Lieferung von Munition nach Syrien. „Sowohl Russland als auch Zypern, wo das Schiff die letzte Zwischenstation gemacht hatte, wurden bereits von unserer Besorgnis in Kenntnis gesetzt“, sagte Victoria Nuland, Sprecherin des US-State Departments, am Freitag in Washington. „Wir setzen unsere Bemühungen zur Klärung der Situation fort. Wir wollen genau wissen, was das Schiff tatsächlich nach Syrien gebracht hat“, sagte Nuland.

Am Vortag meldete die Agentur AP unter Berufung auf den amtlichen Sprecher des türkischen Außenministeriums, Selcuk Unal, gemeldet, dass der Frachter „Chariot“, der unter der Flagge von Saint Vincent und den Grenadinen fährt, im syrischen Taurus vor Anker ging. Zyprischen Medienberichten zufolge befand sich an Bord eine große Ladung von Waffen oder Munition für Syrien.

Zuvor hatten der zyprische Küstenschutz und der Zoll das Schiff inspiziert. Die Ladung erwies sich als legal, alle Frachtpapiere waren in Ordnung. Daraufhin genehmigten die zyprischen Behörden das Nachtanken und das Auslaufen des Frachters aus Limassol. Nach Angaben von Vertretern des Reeders Westberg Ltd. (St. Petersburg) wurde die Ladung vom russischen Rüstungsexporteur Rosoboronexport versandt, der bislang jeglichen Kommentar zum Thema verweigerte.

Russische Medien hatten zuvor berichtet, dass Moskau im Syrien-Konflikt mit der Anwesenheit der Kriegsschiffe in der Region und mit Waffenlieferungen an Damaskus eine Drohkulisse gegenüber der NATO aufbauen will. Russland lehnt einen Regimewechsel in Syrien nach „libyschem Vorbild“ in dem arabischen Land ab.

Die Unruhen in Syrien dauern seit fast zehn Monaten an. Täglich werden Tote gemeldet – sowohl Zivilisten als auch Angehörige der Sicherheitskräfte. Nach UN-Angaben kamen bei den Krawallen bislang rund 5000 Menschen ums Leben. Die Regierung in Damaskus spricht von mehr als 2000 Toten unter den Angehörigen der Polizei und Armee, gegen die gut bewaffnete Paramilitärs vorgehen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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