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Russlands Wirtschaft mit flauem Start ins neue Jahr

Von   /  20. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Nach Angaben der russischen Statistikbehörde Rosstat und der Regierung sind die Wirtschaftzahlen zu Jahresbeginn deutlich schlechter als vor einem Jahr, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Nach Angaben der russischen Statistikbehörde Rosstat und der Regierung sind die Wirtschaftzahlen zu Jahresbeginn deutlich schlechter als vor einem Jahr, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Nach Rosstat-Angaben ist die Inflationsrate in Russland im Laufe des Januars um ein Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Inflationsrate für das Gesamtjahr 2013 wurde mit  7,1 Prozent angegeben (Dezember 2012 – 6,6 Prozent). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag die Inflationsrate im Januar bei lediglich 0,5 Prozent.

Ein weiterer Faktor für den Preisauftrieb ist das schnellere Wachstum der Kraftstoffpreise. Wie Energieminister Alexander Nowak am Dienstag mitteilte, werden die Benzinpreise in diesem Jahr um 13 bis 14 Prozent klettern. Im vergangenen Jahr seien die Preise für Diesel am schnellsten gestiegen, allerdings belief sich der Anstieg  nur auf elf Prozent.

Während die Inflationsrate und die Preisrisiken weiter steigen, erlebt die Wirtschaft eine Flaute. Das Wirtschaftsministerium erwartet nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Wert von 2,2 bis 2,4 Prozent. Zurzeit geht man von einem Jahreswachstum von 3,4 bis 3,5 Prozent aus.

Auch auf dem Fahrzeugmarkt ist dieser Trend zu erkennen. Während die Verkaufszahlen im Vorjahr bei zehn bis 13 Prozent lagen, wird in diesem Jahr ein Wachstum von lediglich fünf Prozent erwartet.

Auch die Löhne sollen in diesem Jahr nur geringfügig wachsen – um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2012 waren es  acht Prozent). Die einfachste Lösung für die Belebung der Wirtschaft wäre eine Senkung des Zinssatzes. Doch dies würde sofort zum Anstieg der Inflation führen.

Experten sind von diesen Zahlen nicht überrascht. Die Faktoren der Wirtschaftsflaute seien bekannt: das relativ langsame Wachstum der Realeinnahmen und fehlende Investitionen ins Grundkapital, so Dmitri Charlampiew von der Bank Petrocommerce.

Dem Wirtschaftsexperten Alexander Dorofejew zufolge fußt das BIP-Wachstum vor allem auf der zunehmenden Förderung von Kohlenwasserstoffen und auf den hohen Gas- und Ölpreisen. Doch diese Reserven gehen allmählich zu Neige, so der Experte.

www.rian.ru

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  • Veröffentlicht: 5 Jahren vor auf 20. Februar 2013
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  • Zuletzt geändert: Februar 20, 2013 @ 11:51 am
  • Rubrik: Ticker, Wirtschaft

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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