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Russlands Flotte wird massiv aufgerüstet

Von   /  1. Juli 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Die russische Vereinigte Schiffbauholding hat bekannt gegeben, dass Russlands Armee ihren ersten atomgetrieben Flugzeugträger im Jahr 2023 bekommen kann.

„Wir fangen die Projektierung des russischen Flugzeugträgers 2016 an, um 2018 mit seinem Bau zu beginnen“, teilte Roman Trozenko, der Chef der Holding, der an der Marine-Messe in Sankt Petersburg IMDS (International Maritime Defense Show) teilnimmt, am Donnerstag mit.

Wenn man berücksichtige, dass der Bau rund fünf Jahre in Anspruch nimmt, so könne der erste russische Flugzeugträger 2023 fertig werden. Seine Wasserverdrängung werde rund 80 000 Tonnen betragen. Zum Vergleich: Die Wasserverdrängung der flugzeugtragenden Kreuzer, die zu Sowjetzeiten gebaut worden waren, betrug 50 000 Tonnen.

Nach dem Erfolgsstart im Weißen Meer will die russische Marine in diesem Jahr noch vier weitere Interkontinentalraketen des Typs Bulawa abfeuern.

Dies teilte Marinechef Wladimir Wyssozki am Donnerstag am Rande der International Maritime Defence Show in Sankt Petersburg mit. Seinen Worten nach wird unter anderem das neue Atom-U-Boot Alexander Newski, das künftig mit diesen Raketen ausgestattet werden soll, eine Bulawa abfeuern.

Bei Bulawa (Nato-Code: SS-NX-30)  handelt es sich um eine U-Boot-gestützte, 36,8 Tonnen schwere Dreistufen-Feststoffrakete, die mit sechs bis zehn individuell lenkbaren Überschall-Gefechtsköpfen mit einer Sprengkraft von je 100 bis 150 Kilotonnen bestückt werden kann und eine Reichweite von bis zu 8000 Kilometern hat.

Bislang hat es 15 Bulawa-Tests gegeben. Sieben von ihnen scheiterten. Bei den meisten Tests hatte das U-Boot Dmitri Donskoj die Raketen abgefeuert. Erst beim jüngsten Start am gestrigen Mittwoch war das Atom-U-Boot Juri Dolgorukij an der Reihe. Bis 2015 will Russland acht Bulawa-kompatible Atom-U-Boote bauen.

Russland baut an einem neuen Zerstörer für seine Kriegsflotte. Das neue Schiff soll bis 2016 fertig gestellt werden.

Dies teilte Marinechef Wladimir Wyssozki am Donnerstag am Rande der International Maritime Defence Show in Sankt Petersburg mit. Nach seinen Worten soll das neue Kampfschiff für Dauereinsätze auf Hoher See ausgelegt sein und einen Atomantrieb haben.

Zuvor hatte der Präsident der russischen Schiffbauholding USC, Roman Trozenko, gemutmaßt, dass ein erster atomgetriebene Zerstörer der neuen Klasse bereits 2013 in See stechen werde.

Die russische Marine baut ihre Unterwasserflotte aus: Noch in diesem Jahr sollen drei neue Atom-U-Boote in Dienst gestellt werden.

Dies teilte Marinechef Wladimir Wyssozki am Freitag am Rande der International Maritime Defence Show in Sankt Petersburg mit. Nach seinen Worten handelt es sich um das Mehrzweck-U-Boot Sewerodwinsk sowie die strategischen Atom-U-Boote Juri Dolgoruki und Alexander Newski.

Die russischen Konzerne Aurora, Granit-Elektron und Okeanpribor haben ein Konsortium gegründet, das bis 2013 ein integriertes Steuerungssystem für Diesel-U-Boote entwickeln und auf den Markt bringen will.

Die Gründung des Konsortiums zur Herstellung von automatisierten Steuerungssystemen für nicht-atombetriebene U-Boote stelle „eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen den führenden Konstruktionsbüros Russlands“ dar, sagte Aurora-Direktor Konstantin Schilow auf der Zeremonie zur Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens.

Ein Versuchsmodell dieses Lama-EKM genannten automatischen Leit- und Kontrollsystems sei im Rahmen der Marinemesse in Sankt Petersburg präsentiert worden, berichtet ein RIA-Novosti-Korrespondent.

„Bei dementsprechender Auftragslage und Finanzierung ist das System in höchstens eineinhalb Jahren lieferbereit. Die Schaltpulte sind vereinheitlicht, es werden nur die Programme auf die konkrete Art von Waffen an Bord des U-Boots zurechtgeschnitten.

Die Herstellung eines Schaltpults dauert zwischen einem halben Jahr und acht Monaten“, so der Hauptkonstrukteur von Aurora, Alexej Gawrilow. Weltweit gebe es kein Analog zu diesem Grad an Integration. Nur die USA und Norwegen verfügen über Prototypen ähnlicher Systeme, so Gawrilow.

Vom Kauf des französischen Hubschrauberträgers Mistral und dessen Bautechnologien verspricht sich die russische Marine wichtiges Know-how für den Bau von großen, auf Dauermissionen auf hoher See ausgelegten, Kampfschiffen.

Dies sagte Marinechef Wladimir Wyssozki am Freitag am Rande der International Maritime Defence Show in Sankt Petersburg. Die Mistral-Bautechnologien seien vor allem für den Bau von Zerstörern und Flugzeugträgern wichtig.

Der russische Waffenexporteur Rosoboronexport und der französischen Konzern DCNS hatten im Mai einen Liefervertrag für Hubschrauberträger des Typs Mistral abgeschlossen. Demnach soll Frankreich bis 2015 zwei Mistral-Schiffe für 1,2 Milliarden Euro bauen und an Russland liefern. Zugleich erhält Russland sämtliches Bauwissen für die Schiffe dieser Klasse.

Die Verhandlungen hatten viele Monate gedauert. Stein des Anstoßes war die Ausstattung des Kampfschiffes. Gestritten wurde vor allem um das Datenübermittlungs- und Gefechtsleitsystem SENIT 9 und das Befehlssystem SIC-21 für die Führung eines Flottenverbandes. Russland wollte gemeinsam mit dem Schiff die beiden Systeme samt Baulizenz kaufen. Frankreich wollte die wichtigen Anlagen zunächst nicht an die Russen übergeben, lenkte am Ende jedoch ein.

Das russische Militär hatte ursprünglich Kaufinteresse an vier solchen Schiffen bekundet. Die beiden nächsten Mistrals sollen in Russland gebaut werden. Ein entsprechender Vertrag soll zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen werden.

Ein Mistral-Kampfschiff ist bei einer Wasserverdrängung von 21 300 Tonnen 210 Meter lang, 30 Meter breit und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten erreichen. Die Besatzung besteht aus 160 Mann. Das Schiff kann 16 Hubschrauber, aber auch 13 Kampfpanzer oder 70 Fahrzeuge sowie eine 450-köpfige Landungstruppe aufnehmen. Laut Rosoboronexport-Chef Issajkin wird Russland die Mistral-Schiffe mit Hubschraubern vom Typ Ka-52 ausstatten.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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