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Russland stellt Verarbeitung ausländischer Uranabfälle ein

Von   /  21. März 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Der russische Atomkonzern Rosatom wird die Verarbeitung ausländischer Uranabfälle zum Jahr 2011 einstellen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Moskau in einer Stellungnahme zu Forderungen der Ökologen mit, die Einfuhr von Atommüll nach Russland zu stoppen. Am vergangenen Mittwoch war ein deutsches Schiff mit 1250 Tonnen Uranhexafluorid (UF6) an Bord in St. Petersburg eingetroffen. Die Ladung soll dann per Eisenbahn zu einem Atombetrieb nach Sibirien zur Verarbeitung gebracht werden.

Rosatom behauptet, dass die Nachanreicherung von Uranhexafluorid aus Halden für die Umwelt nicht schädlich ist. Trotzdem sei beschlossen worden, die Verarbeitung fremder Abfälle auf dem Territorium Russlands einzustellen.

Am Donnerstag hatten in St. Petersburg Umwelschützer gegen diese Uran-Transporte demonstriert. Die Umweltorganisationen Greenpeace und Ekosaschtschita (Öko-Schutz) kündigten an, die Generalstaatsanwaltschaft auf die Unzulässigkeit der Einfuhr nuklearer Abfälle nach Russland aufmerksam zu machen.

Nach Greenpeace-Angaben wurden bislang aus Westeuropa rund 100 000 Tonnen UF6 nach Russland gebracht. Rosatom-Experten behaupten, dass die Strahlung dieses Stoffes deutlich unter der von Natururan liegt, weil der Gehalt an radioaktivem Isotop U-235 im Uranhexafluorid erheblich geringer ist. „2009 und 2010 laufen die früher geschlossenen Verträge über die Nachanreicherung von UF6 ab. Wir werden sie nicht verlängern und auch keine neuen Verträge schließen“, versicherte ein Rosatom-Experte.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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