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Russland deckt sich verstärkt mit Gold ein

Von   /  14. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Russlands Zentralbank hat in den zurückliegenden zehn Jahren 570 Tonnen Gold gekauft, berichtet Bloomberg unter Berufung auf den Internationalen Währungsfonds IWF. Russlands Zentralbank hat in den zurückliegenden zehn Jahren 570 Tonnen Gold gekauft, berichtet Bloomberg unter Berufung auf den Internationalen Währungsfonds IWF.

Die Gesamtmasse des von Russland erworbenen Golds mache mehr als dreimal so viel wie das Gewicht  der Freiheitsstatue in New York aus. Die russischen Goldkäufe seien viermal größer gewesen als die vom zweitgrößten Goldkäufer China.

Unabhängige Experten stellen fest, dass diese Politik der russischen Regierung durchaus gerechtfertigt ist: Seit dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin 2000 ist Gold um 400 Prozent teurer geworden.

Als in Russland 1998 die Finanzkrise ausbrach, entsprach der Wert einer Unze Gold dem Wert von 28 Barrel Rohöl, stellt Bloomberg fest. In den Jahren 2000 und 2005 entsprach der Preis einer Unze Gold dem Wert von 11,5 Barrel Öl. Heute liegt er bei rund 14 Barrel.

2005 habe Putin dem Vorschlag zugestimmt, den Anteil von Gold an den Währungsreserven des Landes zu vergrößern. Damals kostete eine Goldunze 495 Dollar. Die Goldreserven der Zentralbank Russlands beliefen sich damals auf 387 Tonnen bzw. 2,2 Prozent des Gesamtumfangs der Reserven, die 165 Mrd. Dollar ausmachten.

Innerhalb eines Monates wurde der Gold-Anteil auf 3,5 Prozent angehoben. Momentan kostet eine Goldunze 1665 Dollar. Die von Bloomberg befragten Analysten erwarten für Ende 2013 einen Preisanstieg auf 1825 Dollar.

Zugleich haben die meisten führenden Industrieländer Gold hauptsächlich verkauft. Die Schweiz verkaufte rund 877 Tonnen, Frankreich 589 Tonnen, Spanien, die Niederlande und Portugal jeweils 200 Tonnen. 2012 war Russland mit einer Jahresproduktion von 205 Tonnen Gold der viertgrößte Goldproduzent hinter China, Australien und den USA.

Beim Gesamtumfang der Goldreserven liegt Russland momentan allerdings nur auf Platz acht. Der Spitzenreiter sind die USA mit 8134 Tonnen Gold, gefolgt von Deutschland mit 3391 Tonnen und dem IWF mit 2814 Tonnen. Die Plätze vier bis sieben belegen Italien, Frankreich, China und die Schweiz.

Während Gold momentan rund 9,5 Prozent der Devisenvorräte Russlands ausmacht, beläuft es sich in den Reserven der USA, Deutschlands, Italiens und Frankreichs auf mehr als 70 Prozent, stellt Bloomberg fest.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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