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Russen investieren mehr als halbe Milliarde in der Schweiz – Bau von „Village Royale“ bewilligt

Von   /  7. August 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Das schweizerische Bundesgericht hat die Klage einer Umweltorganisation zurückgewiesen und erlaubt den Bau der noblen Hotelanlage „Le Village Royale“ in der Schweizer Gemeinde Mollens (Kanton Wallis), die von einer russischen Firma errichtet wird, berichten Schweizer Medien.

„Wir werden alles tun, um noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen, zuallererst mit Straßen und dem Fundament. Die Errichtung der Gebäude selbst soll im kommenden Frühjahr beginnen, sodass wir 2016 die ersten Gäste begrüßen können“, zitiert die Zeitung LeTemps den Projektleiter von „Aminona Luxury Resort und Village (ALRV)“, Wladimir Marakutza.

Der Rechtsstreit mit Umweltschützern hatte mehr als fünf Jahre gedauert. Zunächst hatten diese beim Kantonsgericht geklagt, als sie dort abgewiesen wurden, wandten sie sich an höhere Instanzen.   Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu Gunsten der russischen Firma betrifft den Bau der „Zone 2“, die aus 15 Chalets mit mehr als 300 Hotelzimmern bestehen soll.

Weitere vier Zonen sind geplant, und das Unternehmen hofft, für sie ebenfalls eine Baugenehmigung zu erhalten.  „Sollte es die rechtliche Situation nicht zulassen, in den anderen Zonen zu bauen, können wir nur in der Zone 2 bauen“, sagte Marakutza. Weil dies der wichtigste und teuerste Teil des Projekts und wird zwischen 180 und 220 Millionen Schweizer Franken kosten. Die Gesamtkosten für die Errichtung von „Village Royal“ sind auf mehr als 650 Millionen Schweizer Franken veranschlagt.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die wichtigsten russischen Investoren des Projekts die ehemaligen Aktionäre der Mirax-Gruppe, Sergej Polonski, Maxim Temnikow, sowie deren Partner Vladimir Marakutza sind.  Die Mirax Group (umbenannt in Potok) wurde 1994 gegründet. Zu den wichtigsten Projekten des Unternehmens in Russland gehören unter anderen der Wolkenkratzer „Föderation“ in Moskau City, das Business-Centre „Mirax-Plaza“ sowie die Wohnkomplexe „Fort Kutusow“ und „Kutusow Riviera“.

Anfang März 2011 sagte der Gründer des Unternehmens Sergej Polonski bei einem Treffen mit Journalisten, dass er kein Geschäftsmann mehr sei und dass der Vorstand beschlossen habe, die Marke zu schließen. Das Unternehmen versprach allerdings, alle Verpflichtungen in Bezug auf den Abschluss der begonnenen Projekte zu erfüllen – darunter unter anderem den „Turm der Föderation“ in Moskau City und den Wohnkomplex „Wellhouse auf Dubrowka“.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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