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PMEF 2012 – Deal zwischen Sberbank und Automobilbauer Fiat findet statt

Von   /  21. Juni 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Der Deal des größten russischen Geldinstituts Sberbank Rossiji mit dem italienischen Automobilkonzern Fiat zum Bau eines Automobilwerkes in Sankt Petersburg findet statt, die Unterzeichnung des Vertrages ist aus rein technischen Gründen verschoben worden, wie Sberbank-Chef German Gref Journalisten am Rande des Weltwirtschaftsforums 2012 in Sankt Petersburg mitteilte. Gref nannte jedoch keinen Termin für die Vertragsunterzeichnung.

Im Februar hatten Fiat und Sberbank ein Absichtsprotokoll über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in Russland unterzeichnet, in dem Sberbank einen Anteil von 20 Prozent und der italienische Automobilbauer einen Anteil von 80 Prozent haben werden. Das Automobilwerk in Sankt Petersburg soll jährlich 120 000 Lkws bauen. Der Konzern Fiat-Chrysler soll in den Bau des Werkes insgesamt 32 Milliarden Rubel  (fast 777 Millionen Euro) investieren.

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass die Unterzeichnung des Vertrages zwischen Sberbank und dem italienischen Fahrzeugbauer Fiat, die im Juni am Rande des Weltwirtschaftsforums 2012 stattfinden sollte, verschoben worden ist. Wie Gref am Donnerstag sagte, wird die Sberbank am Rande des Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg eine Reihe von anderen Verträgen schließen. „Wir planen einen relevanten Großdeal mit der U.S. Eximbank“, verriet der Banker.

Neues Format von Schtokman-Projekt – Statoil will Shell engagieren

Die Aktionäre des großen Gasprojekts Schtokman – Gazprom (Russland), Total (Frankreich) und Statoil (Norwegen) sind übereingekommen, die Entscheidung zu seinem neuen Format noch im Juni zu treffen.

Das teilte der Chef des französischen Energiekonzerns Total, Christophe de Margerie, am Donnerstag auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum mit. Dabei rechne Total damit, ihren bisherigen Anteil an dem Projekt in Höhe von 25 Prozent zu behalten. De Margerie bestätigte auch den früher gefassten Beschluss, nach dem fast das gesamte im Schtokman-Feld in der Barentssee gewonnene Gas verflüssigt wird.

Indes schlug Statoil vor, den Energiekonzern RD Shell zum Hauptgesellschafter des Projekts zu machen. Ein ranghoher Mitarbeiter des Gazprom-Konzerns, der anonym bleiben wollte, teilte der Wirtschaftsnachrichtenagentur Prime am Donnerstagabend mit, dass dahin gehende dreiseitige Verhandlungen möglicherweise in der kommenden Woche aufgenommen werden. Gegenwärtig ist Total mit 25 Prozent der Anteile ausländische Hauptpartner bei dem Projekt. Gazprom kontrolliert die Mehrheit von 51 Prozent, Statoil hält 24 Prozent der Anteile. Das gültige Aktionärsabkommen läuft zum 1. Juli dieses Jahres ab.

Zuvor hatte Shell dem Gazprom-Konzern schriftlich mitgeteilt, dass Statoil bereit wäre, Gesellschafter des Schtokman-Projekts zu bleiben, bei dem Shell ausländischer Hauptpartner wird. In dem Schreiben schlug Shell der russischen Seite vor, trilaterale Gespräche aufzunehmen. „Das Angebot war am Donnerstag Diskussionsthema beim St. Petersburger Wirtschaftsforum. Gazprom stimmte dem Vorschlag zu, in der kommenden Woche die dreiseitigen Gespräche über den Einstieg von Shell in das Projekt aufzunehmen“, sagte der Gazprom-Vertreter.

Es ist noch nicht bekannt, wer von den Partnern seinen Anteil an dem Projekt zugunsten von Shell reduzieren wird. Bislang hatte der Gazprom-Konzern immer wieder erklärt, er werde in jedem Fall die Mehrheit behalten.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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