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Petersburger Metro erlaubt Fotografieren ohne Blitzlicht

Von   /  19. August 2009  /  Keine Kommentare

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eva.- Ein Paradox wird teilweise aus der Welt geschaffen: Bisher war das Fotografieren in der Petersburger Untergrund offiziell nur mit einer schriftlichen Erlaubnis möglich – ganz im Gegensatz zur Moskauer Metro, wo es keine Genehmigung braucht. Das wurde jetzt mit einer kleinen Abänderung der Vorschriften abgeschafft – ohne Blitzlicht kann man jetzt abdrücken, so viel man will, schreibt Fontanka.ru. Lediglich für Filmaufnahmen und Fotos mit Blitzlicht braucht es jetzt noch eine Erlaubnis.

Eine plausible Erklärung für das bisherige Verbot gab es nicht – „geheim“ sind die unterirdischen Anlagen ebenso wenig wie jene in der Hauptstadt auch wenn sie im Kriegsfall in eine Art Luftschutzkeller umgewandelt werden können.

Nicht selten wurden ahnungslose Touristen, welche die grandiose technische Errungenschaft knipsten, entweder drakonisch zurecht gewiesen oder sogar zur Kasse gebeten. Kostenpunkt: 100 Rubel, je nachdem schlugen die Beamten noch ein kleines Trinkgeld drauf – die erschrockenen Ausländer wussten ja nichts davon.

Auch wer um Erlaubnis fragte musste sich neben dem Papierkrieg eine Gebühr von mehreren Tausend Rubel gefallen lassen – wofür wusste eigentlich niemand. Auch die Gebühr ist nun abgeschafft. Zwar ist auch die neue Regelung nicht ganz logisch, doch immerhin ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Jene, denen der Blitz trotzdem „losgeht“, können sich ja auf ihre technische Ignoranz berufen. Dazu braucht es keine Russischkenntnisse – ein entschuldigender Blick und ein Achselzucken genügen.

Bild:  Solche Schnappschüsse sind nun ohne Zittern möglich. (Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold)

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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