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Österreich will in Gasprojekt South Stream einsteigen

Von   /  15. Dezember 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Österreichs Außenminister Michael Spindelegger hat bei der österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG) in Wien den Wunsch einer Beteiligung am Gasprojekt South Stream bestätigt. Dem Minister zufolge wird das Projekt künftig eine wichtige Rolle bei der Gasversorgung spielen. Wien wolle aber gemeinsam mit seinen Partnern auch an dem alternativen Gasprojekt Nabucco teilnehmen, um die Gas-Lieferwege zu diversifizieren.

Das österreichische Ministerkabinett führt laut Spindelegger bereits konkrete Verhandlungen mit Moskau über die Kooperation bei South Stream. Dabei verwies der Minister darauf, dass Österreich im Bereich Gaslieferungen seit 1968 erfolgreich mit Russland zusammenarbeite und dies derzeit die entscheidende Richtung sei. Es handle sich nicht um eine Energieabhängigkeit, sondern vor allem um eine Partnerschaft.

Erste Lieferungen für 2013 geplant

Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt im voraussichtlichen Gesamtwert von 25 Milliarden Euro realisieren Gazprom und der italienische Energieversorger Eni auf Paritätsgrundlage. Die ersten Lieferungen sind für 2013 geplant.

Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll die Abhängigkeit der Gaslieferanten und -verbraucher von den Transitstaaten Ukraine und Türkei verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.

Spindelegger äußerte auch seine Hoffnung, dass es in diesem Jahr zu keinen Transitproblemen kommen möge. Dabei berief er sich auf ein Versprechen seines ukrainischen Amtskollegen, der vor kurzem in Österreich zu Besuch geweilt hatte.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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