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Nordstream Pipeline ist in Wyborg angekommen

Von   /  29. Juli 2010  /  2 Kommentare

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RIAN/mm – Nach über 1220 Kilometern hat das erste von 2 Rohren den russischen Anlandungsbereich der Nord Stream-Pipeline erreicht. Wie die Pressestelle von Nord Stream am Mittwoch mitteilte, wird der zweite Strang innerhalb der nächsten Tage ebenfalls an Land gezogen. In der Zwischenzeit werden der Bau des 1,5 Kilometer langen Landabschnitts und der Infrastruktur im Anlandungsbereich fortgesetzt.

An Bord des Verlegeschiffs Castoro Sei, das im Küstengewässer ankert, werden die jeweils 12 Meter langen und etwa 24 Tonnen schweren Rohre zu einem fortlaufenden Pipelinestrang zusammengeschweißt. Im russischen Anlandungsbereich wird der Pipelinestrang in einem zuvor ausgehobenen Graben verlegt, der später wieder aufgefüllt wird. So soll die Leitung vor äußeren Einflüssen wie Eis, Strömungen und Wellen geschützt werden, hieß es.

Verlauf der Norstream PipelineDie Bucht von Portowaja in der Nähe der russischen Stadt Wyborg ist der Startpunkt der Nord Stream-Pipeline, die durch die Ostsee bis nach Lubmin in der Nähe von Greifswald verlaufen wird. Am russischen Anlandungsbereich wird sie mit der landseitigen Gryazovets-Wyborg-Pipeline an das russische Gasleitungsnetz angeschlossen. Über die Kompressorstation bei Portowaja, rund drei Kilometer von der Küste entfernt, wird das Erdgas in die Nord Stream-Pipeline eingespeist. Sowohl die Gryazovets-Wyborg-Pipeline als auch die Kompressorstation bei Portovaya werden von Gazprom gebaut und später betrieben.

Der Bau der insgesamt 1.223 Kilometer langen Ostsee-Pipeline war am 9. April im russischen Wyborg offiziell gestartet worden. Das russische Gas soll bereits im September 2011 an die europäischen Verbraucher fließen.

Fotos: Nordstream Pressestelle: Anlandungstelle in Deutschland, Verlaufsschema, Rohrlager in Kotka (Finland)

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2 Kommentare

  1. mm sagt:

    Gas scheint es ja mehr zu geben als Öl und dank der Erderwärmung setzt der (vormalige) Permafrostboden ja auch noch Gigakubikmeter von Treibausgasen wie Methan frei, die ggf. mit ein paar cleveren Techniken (Käseglocke?) eingespeist werden können :)

  2. Kalle sagt:

    Na dann hoffen wir mal, dass das Erdgas ausreicht, damit sich dieser Monsterbau von Pipeline auch rechnet

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