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Neue Frequenzen: Russlands Militär macht Mobilfunkern Strich durch die Rechnung

Von   /  1. September 2010  /  1 Kommentar

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rian.- Die Einrichtung von Testzonen für den Mobilfunk der vierten Generation in Russland wird auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtet die Zeitung „RBC Daily“. Das Verteidigungsministerium, dessen Verantwortung die für den Aufbau von 4G-Netzen passenden Frequenzen obliegen, ist gegen das Projekt. Die Mobilfunkunternehmen sagen, dass das Ministerium für Kommunikation im Endeffekt völlig auf das Testen des Mobilfunks der vierten Generation verzichten könne. Das Recht auf die Tests werde dann denjenigen überlassen werden, die die Frequenzen später kommerziell nutzen sollen.

Ein Vertreter von einem der zuständigen Ressorts sagte, dass die Schaffung der Testzonen für den LTE-Standard verschoben werde. Vize-Kommunikationsminister Naum Marder hatte das am Freitag bestätigt. Dabei sagte er, dass die Frage weiter erörtert müsse.

Ein Sprecher, der der Regelungsbehörde nahe steht, sagte, dass das Verteidigungsministerium über die 4G-Tests entscheide. Das Ministerium habe bereits Anfang Sommer „Nein“ zu den Tests in den Frequenzbereichen 2,3 bis 2,4 HHz sowie 790 bis 862 MHz gesagt, weil sie teilweise militärisch genutzt werden. Seitdem sei seine Position unverändert geblieben. „Es kann sein, dass es überhaupt keine LTE-Testzonen geben wird“, sagte der Gesprächspartner.

Es kann auch so kommen, dass die Unternehmen die LTE-Tests durchführen werden, die die Frequenzen im Endeffekt nutzen werden. Der Staat wird damit die unbequeme Situation vermeiden, bei der die Betreiber die Testzonen einrichten, ihr Geld dafür ausgeben und dann die Nutzungsrechte für die Frequenzen verlangen.

Bis jetzt gibt es noch keine Entscheidung darüber, wer an den Tests der vierten Generation teilnehmen werde. Zuvor hatten verschiedene Quellen berichtet, dass das Kommunikationsministerium mit Hilfe von profilierten unabhängigen Organisationen die 4G-Verbindungen testen wolle. Im Frühjahr wurde die Möglichkeit der Teilnahme einiger Mobilfunkbetreiber, darunter der drei größten – MTS, BeeLine und Megafon – sowie Tele2 an den Tests diskutiert.

Es wurde beschlossen, dass die Testzonen für die Mobilfunkverbindungen der vierten Generation außerhalb der Umgebung von Moskau und Sankt Petersburg entstehen sollen. Unter anderem befanden sich die Gebiete Kostroma, Swerdlowsk und Rostow sowie die Region Primorje auf der Liste für die LTE-Tests. LTE sollte in allen Frequenzbereichen getestet werden, die von der Internationalen Fernmeldeunion als geeignet für diesen Standard anerkannt wurden, nämlich 790-862 MHz, 700 MHz, 900-1800 MHz, 2,3-2,4 HHz und 2,5-2,6 HHz.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    LTE ist im Vergleich zu Wimax fast gleich schnell. Einzig die Technik ist Mobilfunkorientiert. D.H. das sind wieder rechte Telekomiker die Geräte ohne Rufnummer nich mögen weil dann weniger Geld abgezockt werden kann.

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