Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Wirtschaft  >  Energie  >  Aktuelle Artikel

Litauer haben sich in Silvesternacht vom Kernkraftwerk Ignalina verabschiedet

Von   /  5. Januar 2010  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

rian.- Die Einwohner des litauischen Ortes Visaginas haben in den ersten Minuten des neuen Jahres mit einer Lampion-Aktion vom Atomkraftwerk Ignalina Abschied genommen. Die Lampions sollten Hoffnung und eine sichere und helle Zukunft im Alltag versinnbildlichen.

Der zweite Energieblock des litauischen Atomkraftwerkes Ignalina, das 75 Prozent des Energiebedarfs des Landes deckt, wurde entsprechend Litauens Verpflichtung gegenüber der EU stillgelegt. Wie es in einem Pressebericht der Kommunalbehörde von Visaginas heißt, werden die Strompreise in Litauen nach der Schließung des AKW Ignalina ansteigen.

Der erste Block des Atomkraftwerks, in dem RBMK-Reaktoren aus sowjetischer Produktion betrieben wurden, war Ende 2004 abgeschaltet worden. Die Gesamtkosten für die Demontage des Atomkraftwerkes Ignalina werden dem Energieminister der Republik, Arvydas Sekmokas, zufolge auf rund 2,32 Milliarden Euro geschätzt.

Nach der Stilllegung will Litauen möglichst bald den Bau eines neuen Atomkraftwerks aufnehmen, das Litauen mit billigem Strom versorgt und die Erhaltung seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit sichert.

Bild: Wikimedia Commons
www.rian.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Russland und Italien besprechen Kooperation bei AKW-Bau im Gebiet Kaliningrad

Schatzsuche auf der Krim Folge 3: Spaziergang durch die AKW-Leiche von Schelkino

AKW Sosnowy Bor:”Radioaktives” Gerücht sorgt für Aufregung

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

17 Personen bei Demo gegen Erhöhung des Rentenalters in Petersburg festgenommen

mehr…