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Leopard-Hersteller plant Rüstungsdeals mit Russland

Von   /  31. Oktober 2012  /  Keine Kommentare

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rian.- Die deutsche Rheinmetall AG plant Rüstungsexporte nach Russland, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag. In einem Interview mit der Zeitung „Rheinische Post“ hat der Chef des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG, Klaus Eberhardt, geäußert, dass Russland zu den wichtigsten Exportmärkten der Zukunft zähle.

Die Rheinmetall AG baut ein Gefechtsübungszentrum in Mulino (Wolga-Region), das 2014 mit modernster Technik für Gefechtssimulationen in Betrieb
gehen soll. „Damit können die Soldaten ohne echte Munition ausgebildet werden. Die Übungen werden dadurch sicherer“, sagte Generalmajor Sergej Judin, Kommandeur der 20. Gardearmee, nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrages zwischen der Rheinmetall AG und dem russischen Verteidigungsministerium.

Dank dem Übungszentrum können ganze Brigaden innerhalb von drei Wochen ausgebildet werden, was wegen der auf ein Jahr verkürzten Wehrpflicht effektiver ist als Feldübungen. Zudem könnten die während des Georgien-Krieges 2008 festgestellten operativen Mängel mit dem Trainingszentrum behoben werden.

Darüber hinaus werden gerade einige Panzerwagen des deutschen Rüstungskonzerns in Russland getestet. Zur Lieferung von Leopard-Panzern wird es aller Voraussicht jedoch nicht kommen, weil Russland eigene Entwicklungen in diesem Bereich hat. Allerdings ist das russische Militär an dem High-Tech-Anzug für Infanteristen mit dem Gladius-System interessiert. Die Weichen für eine weitere Zusammenarbeit sind gestellt. Die Bundesregierung hat bereits grünes Licht für die Rüstungsgeschäfte mit Russland gegeben.

Wegen eines möglichen Panzerdeals mit Saudi-Arabien hagelte es in Deutschland jedoch Kritik am deutschen Rüstungskonzern. Die Grünen in Deutschland befürchten, dass diese Kampffahrzeuge zur Niederschlagung der Proteste in dem Land genutzt werden könnten.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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