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Kriselnde Wirtschaft verdirbt Russen die Kauflaune

Von   /  21. November 2013  /  Keine Kommentare

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rian.- Die Russen geben weniger Geld für Lebensmittel aus, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“. Laut einer Studie des Meinungsforschungsgruppe „Romir“ gingen die Ausgaben der russischen Mittelschicht im Vergleich zum September um 6,5 Prozent zurück. Marktforschern zufolge verhalten sich die Verbraucher wie während der Krise.  Das Konsumverhalten entspricht dem anhaltenden Negativtrend in der Wirtschaft.

Der Index der Verbraucherausgaben im Oktober ging im Vergleich zum Vormonat um ein Prozent zurück. Der geringe Rückgang scheint nicht der Rede wert zu sein, doch ist diese Tendenz erstmals seit 2008 zu erkennen. „Diese Studie bestätigte erneut den seit langem zu erkennenden Rückgang der Verbraucherausgaben“, sagte Wassili Koltaschow, Leiter des Zentrums für Wirtschaftsforschungen.

Die Russen sparen vor allem bei den Lebensmitteln. Im Vergleich zum Oktober 2012 wurden mehr als zehn Prozent weniger Lebensmittel gekauft. Das betraf vor allem die Mittelschicht, deren Anteil an den russischen Bevölkerungsgruppen nach verschiedenen Einschätzungen 20 bis 25 Prozent ausmacht. Noch im September hatte die Mittelschicht die höchsten Steigerungsraten bei den Ausgaben. Doch bereits im Oktober sanken die Ausgaben unter Berücksichtigung der Inflationsrate um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Umfragen zufolge verzichten die Russen auf spontane Käufe. Dieses Verhalten ist typisch in einer Krise.

Die Russen spüren, dass die Einnahmen  langsamer wachsen. Das Wirtschaftsministerium rechnet im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von höchstens vier Prozent, was unter der erwarteten Inflationsrate von fünf Prozent liegt. „Der Rückgang der Verbraucherausgaben in vielen Bereichen, nicht nur im Lebensmittelbereich, zeigt, dass Russland in den Krisenzustand zurückkehrt“, sagte Koltaschow.

www.rian.ru

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  • Veröffentlicht: 5 Jahren vor auf 21. November 2013
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  • Zuletzt geändert: November 21, 2013 @ 8:13 am
  • Rubrik: Ticker, Wirtschaft

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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