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Kernenergie: Rosatom zu Kooperation mit Siemens bereit

Von   /  5. Februar 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Russland ist zu einer allseitigen Kooperation mit Siemens in der Atombranche bereit. Das erklärte der russische Regierungschef Wladimir Putin am Dienstag in Moskau. „Wir können von der Umsetzung einzelner – bislang erfolgreicher – Projekte zur Anbahnung einer umfassenden Partnerschaft zwischen Siemens und unserem (Atom-)Konzern Rosatom übergehen“, sagte Putin bei einem Treffen mit Vertretern der Siemens-Leitung.

Siemens und Rosatom könnten sowohl in Russland und Deutschland als auch auf Märkten dritter Länder aktiv zusammenwirken. Putin verwies darauf, dass das deutsche Unternehmen bereits seit Jahren auf dem russischen Markt präsent sei. Er würdigte die Beteiligung von Siemens am Bau eines Hochgeschwindigkeitszuges, der auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg pendeln soll.

Sitzung in Moskau durchgeführt

„Der deutsche Konzern leistet einen gewichtigen Beitrag zum bilateralen Handel zwischen Russland und Deutschland. 2008 wuchs der Warenumsatz um 40 Prozent auf rund 60 Milliarden US-Dollar … Dass Sie die Sitzung Ihres Vorstandes in Moskau durchführen, setzt Zeichen“, sagte der russische Regierungschef.

„Wir freuen uns über die Einladung zu Gesprächen, unsere bestehende Zusammenarbeit in der Energietechnik auf das Feld der Kernkraft auszuweiten“, sagte Siemens-Vorstandschef Peter Löscher. Das deutsche Unternehmen hatte bereits Ende 2007 mit Rosatom eine Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit bei Nuklearprojekten getroffen. Löscher zufolge soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe bereits am Mittwoch die Arbeit aufnehmen und erste Ergebnisse bis Ende April vorlegen.

Siemens setzt auf Modernisierungsprojekte in Russland

Siemens sei an der Förderung der strategischen Partnerschaft in verschiedenen Bereichen interessiert, so Löscher. Der Konzern setze über die Atom-Kooperation hinaus im Russland-Geschäft trotz Finanzkrise auf umfangreiche Modernisierungsprojekte wie Energie-Einsparung, Verkehr und die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2014. „Wir wollen große Infrastrukturlösungen für Russland anbieten“, kündigte der Vorstandschef an.

Die Siemens-Führung vereinbarte in Moskau auch den Bau eines Transformatorenwerks im südrussischen Gebiet Woronesch mit einer Investitionssumme von 35 Millionen Euro. Auf das Russland-Geschäft entfielen im Vorjahr 1,2 Milliarden Euro, was rund zwei Prozent des gesamten Konzernumsatzes bei Siemens war.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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