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Italienischer Liner weiht neuen Petersburger Fährhafen ein

Von   /  15. September 2008  /  Keine Kommentare

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eva.- Wie ein Schiff, das noch vor seiner Fertigstellung vom Stapel gelassen wird, ist diese Woche der neue Fährhafen Petersburgs am Westende der Wassili-Insel als Provisorium eröffnet worden. Das italienische Kreuzfahrtschiff „Costa Mediterranea“ mit siebzehn Decks, einer Länge von 300 Metern und einem Tiefgang von neun Metern und mit rund 2000 Passagieren an Bord machte am frisch eingerichteten Pier der „Morskoi Fassad“ fest.

Der Hafen besteht laut „Kommersant“ bisher lediglich aus dem bescheiden eingerichteten Passagier-Terminal, Parkplätzen für PKW und Busse, einer asphaltierten Zugangsstrasse und zwei Piers. Während des Festakts trat auch Gouverneurin Valentina Matwijenko auf. Mit dem neuen Fährhafen werde ein Traum Peters des Grossen realisiert, sagte sie in ihrer Ansprache.

Der Empfang des italienischen Schiffes war allerdings wirklich nur ein symbolischer Akt, denn bis auf weiteres wird der Fährverkehr wie üblich über den Warenhafen (Bild oben) abgewickelt. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 soll der Hafen der grösste seiner Art in Europa sein und an seinen sieben Piers 12.000 Passagiere täglich oder zwei Millionen jährlich abfertigen können.

Angesichts der diesjährigen Anzahl von 330.00 Fährpassagieren, müsste sich die Touristenschar mit Reiseziel Petersburg noch wesentlich erhöhen, damit der Hafen ausgelastet wäre. Um die Attraktivität der Stadt zu steigern ist jedoch nicht nur ein Ausbau der Infrastruktur nötig, sondern auch Erleichterungen im Visa-Regime, wie sie der russische Touristenverband momentan anstrebt. Laut Angaben der Investoren soll der Hafen innerhalb von fünf bis sieben Jahren rentabel werden.

Früher zum Thema:

Fährtouristen sollen ohne Visum einreisen können

Petersburg-Helsinki per Fähre – ab August wieder möglich

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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