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Präsident Medwedew macht Stimmung für „e-Goverment“

Von   /  25. April 2009  /  Keine Kommentare

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mm. 24. April – Das Dmitri Medwedew ein Fan des Internet ist, hat er schon vor langer Zeit bekannt. Schon kurz nach dem Beginn seiner Amtszeit machte er das Internet zur Chefsache und verdonnerte die Behördenleiter innert kürzester Zeit – auch unter Androhung der Amtsenthebung – vernünftige Webseiten für Ihre Behörden zu erstellen.

In einem Gespräch mit dem Vize-Premier Sergey Sobjanin und dem Minister für Telekommunikation Igorjam Sch’golew wurde Bilanz gezogen und neue Ziele für das russische „e-Gouverment“ gesteckt. Dabei betonte der Präsident, seine Informationen nicht nur von seinen Mitarbeitern zu beziehen, sondern auch die Antworten auf seine Video Blogs im populären Sozial-Netz „Lifejournal“ zu berücksichtigen.

Das Behördeninternet ist noch „halbgar“

So haben in den letzten 5 Jahren die amtlichen Webauftritte in der Sicht der User zwar an Qualität zugenommen, sind aber bis auf Ausnahmen immer noch nicht auf dem Stand der Technik. Die Anwender äußerten sich jedoch auch positiv über die Webseiten einiger Ministerien, Ämter und Abteilungen. So haben viele offizielle Webseiten inzwischen einen annehmbares Design und halten brauchbare Information vor. Andererseits sind viele Amtliche Websites immer noch sehr „hässlich“ oder schlicht unbenutzbar.

Als positives Beispiel wurden die Webseiten der Steuerbehörden angeführt, als schlechtes Beispiel die Webseiten der Ausländerbehörden.

Schlusslicht: Die Webseiten des Föderalen Migrationsdienstes

Besonders schlecht bewertet wurde von den Benutzern die Föderalen Migrationsbehörden (ФМС). Das Amt ist für uns Ausländer zuständig, aber auch für die Ausstellung von Reisepässen sowie die Einladungen an Visapflichtigen Besucher russischer Staatsbürger und Firmen und Registrierungen. Mit einer satten 2/3 Mehrheit von 69% beschwerten sich die Nutzer über die miserable Informationspolitik und Webseiten der Behörde.

Wer wie der Autor das tägliche Chaos im früheren „OVIR“ / FMS (ФМС) am eigenen Leibe durchlitten hat, kann das nur bestätigen. 80% der Zeit geht für Fragen zum formalen Ablauf und Details der Formulare verloren. Gerade in diesem Bereich wäre eine Zentrale Internetseite mit einem gut gestalteten Zielorientierten „Wizzard“ in mehreren Sprachen für alle sehr nützlich. Den auch die Ämter sparen sich und den Bürgern somit viel Zeit und Arbeit. (Siehe Link zum Thema unten)

Behördeninternet: Aussichten „Bewölkt bis Heiter“

Vom Stand des in Sachen „e-Goverment“ führenden Nachbarstaat Estland ist Russland noch einige Werst* entfernt. Vize-Premier Sergey Sobjanin versprach die bereits entwickelten und genormte „Intstrumente zum interaktiven Dialog“ mit den Bürgern zu Anwendung in den Behördenwebseiten zu bringen.

Ob er damit den VideoBlog von Dmitry Medvedev gemeint hat ?

BILD: Standbild aus dem Videoblog


Videoblog von Präsident Medvedev

LINKS auf ARTIKEL zum Thema OVIR / MIGRATIONS BEHÖRDE

*Werstá – Imperiale Russische Längeneinheit entspricht ca. 1, 066 km.

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