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Hitachi erhält Zuschlag für AKW-Bau in Litauen

Von   /  9. August 2011  /  Keine Kommentare

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rian.- Die baltische Republik Litauen hat sich für den japanischen Hitachi-Konzern und einen US-Partner als strategische Partner beim Bau eines Atomkraftwerks entschieden. Wie Vizeenergieminister Romas Svedas am Donnerstag in der Hauptstadt Vilnius mitteilte, erhielten Hitachi und Hitachi-GE Nuclear Energy den Vorzug gegenüber dem US-Konkurrenten Westinghouse.

Litauen plant, mit Beteiligung seiner baltischen Nachbarn Estland und Lettland sowie Polens bis Ende 2020 ein neues Atomkraftwerk in Visaginas, 150 km nordöstlich von Vilnius, fertig zu bauen. Das nahe gelegene Atomkraftwerk Ignalina aus der Sowjetzeit war bereits Ende 2009 auf Forderung der Europäischen Union stillgelegt worden.

Danach schrieb Vilnius den Bau des neuen AKW international aus. Aber die Suche nach einem strategischen Investor ging ohne Ergebnis zu Ende. Litauen sah sich gezwungen, Verhandlungen mit einigen Atomkonzernen aufzunehmen. Die zuständige Kommission entschied für Hitachi als „strategischen Investor“, weil das Angebot dieser Gruppe ökonomisch besonders günstig war. Zu den geplanten Kosten machte der Minister keine Angaben.

Ende 2010 war der zunächst favorisierte südkoreanische Konzern Korea Electric Power Corporation aus Planungsverhandlungen ausgestiegen. Litauen und seine Nachbarn wollen mit dem Bau des Atomkraftwerkes ihre Abhängigkeit von Stromlieferungen aus Russland vermindern. Die Hitachi-Pläne sehen den Bau eines Siedewasserreaktors (ABWR/Advanced Boiling Water Reactor) dritter Generation mit einer Leistung von 1300 Megawatt vor. Die Bauarbeiten in Visaginas beginnen voraussichtlich 2014.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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