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Grosse Rüstungsaufträge aus Lybien, Slowenien und Turkmenien

Von   /  12. März 2009  /  Keine Kommentare

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rian.- Libyen hat mit Russland einen Vertrag über Waffenlieferungen geschlossen, schreibt die Zeitung „Wedomosti“. Der bis zu 200 Millionen Dollar schwere Vertrag sieht den Kauf von drei russischen Raketenschnellbooten vor und ist somit der bislang größte Waffenliefervertrag mit diesem Land, die bekannt sind. Die RS-Boote des Projekts 12418 Typ „Molnija“ wurden auch an Vietnam verkauft, wo sie auf Lizenz gebaut werden. Dabei kostet ein Boot ohne Bewaffnung gemäß dem vietnamesischen Vertrag 45 Millionen Dollar.

Deshalb sei der Vertrag mit Libyen auf etwa 150 Millionen Dollar als minimal zu einzuschätzen, mit Waffen und Ersatzteilen könne der Preis auch 200 Millionen Dollar erreichen, sagt Michail Barabanow, wissenschaftlicher Redakteur der Zeitschrift „Export Wooruschenij“ (Waffenexport). Die seinerzeit auf Eis gelegte militärtechnische Zusammenarbeit mit Libyen ist wieder voll aufgenommen worden, und zwar nach einem Besuch des damaligen Präsidenten Wladimir Putin in Tripolis.

Putins Reise im vergangenen April folgte im Oktober ein Moskau-Besuch des libyschen Staatsführers Muammar Gaddafi. Während Putins Besuch wurden Libyens Schulden in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar erlassen – im Gegenzug musste sich Gaddafi zu neuen Geschäften verpflichten, von denen bis zu zwei Milliarden Dollar auf Waffenkäufe entfallen sollen. Darüber hinaus wurde die Lieferung von 16 Su-30-MKI-Jägern, T-90-Panzern, Fla-Raketenkomplexen „Tor M2E“, die Modernisierung von T-72-Panzern sowie der Verkauf von Ersatzteilen für früher gelieferte Technik erörtert.

Bisher ist jedoch nur der Abschluss relativ kleiner Verträge über die Lieferung von Raketen-Abwehrsystemen „Petschora-2M“ und die Instandsetzung der an Libyen noch zu den UdSSR-Zeiten gelieferten Schiffe bekannt. Den Auftrag erfüllt die Werft „Wympel“ in der Stadt Rybinsk. Der Vertrag über die RS-Boote sei wirklich der erste Großvertrag mit den Libyern, der publik sei, sagt Barabanow.

Wie er hinzufügt, hat das vergangene Jahr auch sonst zahlreiche Verträge über die Lieferung von Schnellbooten gebracht: Geschlossen worden seien Abkommen über den Bau von zwei ebensolchen Schnellbooten für Turkmenien im Werk Sredne-Newski bei Sankt Petersburg. Der Petersburger Betrieb Almas habe Aufträge über den Bau eines Patrouillenboots vom Typ „Swetljak“ für Slowenien und von zwei Patrouillenbooten vom Typ „Sobol“ für Turkmenien erhalten, so der Experte.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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