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GM drosselt Produktion – Gewerkschafter bedroht

Von   /  29. Januar 2009  /  2 Kommentare

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mr.- General Motors hat in dem neuen Werk in Sankt Petersburg bei Schuschari Kurzarbeit angeordnet. Der US-Autogigant wird die Produktion in seiner russischen Fabrik bei St. Petersburg drosseln.

Die Entscheidung sei auf die „sinkende Nachfrage auf dem russischen Markt“ zurückzuführen. Zudem werde die Fabrik auf eine verkürzte Arbeitswoche umgestellt. Die Maßnahmen sollten „einige Monate lang“ gelten, hieß es.

Für den Verkauf von Autos in Russland wird ein Rückgang zwischen 19 und 50 Prozent im Jahr 2009 erwartet.

Gewerkschafter bedroht

Schlechte Nachrichten kommen selten alleine: Wie am Mittwoch bekannt wurde hat der Vorsitzende der Gewerkschaft bei General Motors in Sankt Petersburg, Jewgeniij Iwanow,  innerhalb nur einer Woche 4 Drohanrufe erhalten. Die Anrufer verwiesen direkt auf seine gewerkschaftliche Tätigkeit.

Erst vor wenigen Wochen war die Gewerkschaft in dem Werk, das im November 2008 eröffnet worden war, von 70 der 900 Beschäftigten gegründet worden. Ihr erstes Ziel ist, eine Lohnerhöhung und einen Tarifvertrag durchzusetzen.

So war auch der Gewerkschaftsvorsitzende der Ford-Belegschaft in Wsewoloschsk, Aleksej Etmanov, im November 2008 zweimal von Unbekannten überfallen worden, ebenfalls in Verbindung mit Drohanrufen. Die Ermittlungen wurden ohne Ergebnis von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

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2 Kommentare

  1. mm sagt:

    Zu Bemerken ist, das in dem GM Werk in St. Petersburg keine Opel gefertigt werden.
    Ansonsten der Hinweis das Gewerkschaften nicht nur in Amerika aber auch in Russland mal eben gerne zur Zweckerfüllung Dritter gegründet werden. Siehe die Hausgewerkschaft des Postkonkurenten „PIN“ oder die Versuche der Deutschen Bahn die Lokführer in eine unternehmensfreundlichere Gewerkschaft zu pressen.

    In Russland ist das nicht anders. Ein Gewerkschafter mit lauteren Absichten setzt sich automatisch zwischen alle Stühle und es muss nicht immer das Unternehmen sein das den Druck ausübt, oft sind es auch Lieferanten, Parteien oder ominöse Seilschaften weniger – im Ausland gerne auch als „Mafia“ bezeichnet.

  2. Sven sagt:

    Unglaublich, dass man anscheinend immernoch nicht überall gefahrlos Gewerkschaften gründen darf. Dabei hätten gerade die Mitarbeiter bei General Motors solche Gewerkschaften ja bitter nötig, denn in der ganzen Krise in der GM ja gerade steckt, steht ja das Überleben der Angestellten ganz eindeutig auf dem Spiel. An eine Rettung von GM darf man ja quasi nicht mehr glauben, aber auch ein glimpfliches Ende ist meiner Meinung nach noch nicht garantiert. Ich hoffe nur, dass nicht allzu viele Arbeitsplätze dran glauben müssen.

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