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FOTOBLOG: Ein Autogramm bitte, Herr Limonow!

Von   /  5. Juni 2008  /  1 Kommentar

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eva.- Der geplante Vortrag des Schriftstellers und Führers der verbotenen Partei der Nationalbolschewisten Eduard Limonow an der staatlichen Petersburger Universität platzte. Obschon die philosophische Fakultät Limonow zuerst eingeladen hatte, verweigerte man dem Autor und Politiker am Montagnachmittag den Zutritt zum Unigebäude – die Einladung war in letzter Minute zurück gezogen worden.

Statt einer Diskussion zur „Nationalen Idee“ machte sich Limonow im Freien, umkreist von etwa hundert Interessierten, Luft und wetterte gegen die Leitung der Universität und Machthaber im Kreml. Der bekannte Emigrant und Abenteurer der in seiner politischen Laufbahn bereits schon fast alle Positionen zwischen rechts und links eingenommen hat, engagiert sich im Moment zusammen mit Gari Kasparow in der oppositionellen Sammelbewegung „Anderes Russland“.

Als Autor zahlreicher Bücher, darunter seine Memoiren als Insasse in sowjetischen und postsowjetischen Gefängnissen, wurde er von vielen Lesern um ein Autogramm gebeten. Nach einer kurzen Autogrammstunde im Freien neben dem Lomonosow-Denkmal stieg Limonow in Begleitung seiner Bodygards in eine schwarze Wolga und fuhr davon – rechtzeitig, wie sich herausstellte, denn kurz darauf traf ein ganzer Bus mit Omon-Sonderpolizei ein.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. mm sagt:

    Hier gibts weitere Informationen zum Thema im Deutschen Wiki.
    http ://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Weniaminowitsch_Limonow
    Mit den Strauss an Ideen die der so vertritt würde er in Deutschland mit Sicherheit vom Verfassungsschutz observiert, seine Partei ist in Russland verboten. Meiner Meinung nach mit gutem Grund. Das das Verfahren dabei vor einer anderen Gesetzeslage ablief wie bei der NPD zeigt das Ergebniss.

    Auch eine von deutschen und europäischen Medien sympatisch zitierten „Unterdrückungs Karriere“ in der Sowjetunion und danach, die immer zu Tage gefördert wird wenn es um die Toleranz in Russland geht, macht Ihn leider nicht zu einem Gutmenschen.

    Einem wie Limonov nehme ich die Umsetzung extremer Sonderverfahren für weite Bevölkerungsgruppen und Ausschaffunfsandrohungen für Ausländer eher ab als die gelegentlichen verbalen Ausraster seines früheren Parteigängers Wladimir Schirinowskis, der als Parlamentsvize bereits seit langem Kreide gefressen hat und den rechtsextremen Clown gibt – gelegentlich laut bellt aber nie beisst.

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