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Fall Sedelmayer: Diplomatisches Gebäude Russlands in Schweden zwangsversteigert

Von   /  23. Februar 2014  /  Keine Kommentare

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rian.- Russland erkennt die heutige Zwangsversteigerung eines Gebäudes seiner Handelsvertretung in Stockholm nicht an und wird „symmetrisch“ darauf reagieren, so Viktor Chrekow, Chef der Vermögensverwaltung des Kreml. Nach seinen Worten werden keine Unbefugten das Gelände der Handelsvertretung betreten.

Das Oberste Gericht Schwedens hatte bereits im Juli 2011 beschlossen, dass ein zur russischen Handelsvertretung in Stockholm gehörendes Wohnhaus beschlagnahmt werden und zu Gunsten des deutschen Unternehmers Franz Sedelmayer unter den Hammer gehen darf. Am heutigen Dienstag wurde das Gebäude für zwei Millionen Euro zwangsversteigert.

Für Russland sei die Versteigerung des durch diplomatische Immunität geschützten Gebäudes ein „grober Verstoß gegen das Völkerrecht“, sagte Chrekow am Dienstag. Als Land, das diese Handlungen gegen Räume der diplomatischen Mission zugelassen hat, müsse Schweden mit einer „symmetrischen Antwort“ aus Russland rechnen, „das unter diesen Umständen seine souveränen Immunitäten mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen muss“.

Das russische Außenministerium rief die schwedischen Behörden auf, die Unantastbarkeit des Gebäudekomplexes der Handelsvertretung in Stockholm sicherzustellen. Russland hatte bereits im Januar Schweden vor der Zwangsversteigerung des diplomatischen Gebäudes gewarnt und mit Konsequenzen gedroht.

Der Münchener Unternehmer Sedelmayer hatte Anfang der 1990er-Jahre in Sankt Petersburg 2,3 Millionen Dollar Investitionen verloren. 1998 gewann er ein Schiedsverfahren gegen Russland und versucht seitdem über Jahre, seine Schadenersatzforderungen durchzusetzen. Obwohl die meisten Versuche scheiterten, konnte der deutsche Unternehmer einige Erfolge verbuchen: So ließ ein Gericht in Köln das in russischem Besitz befindliche Gebäude der ehemaligen sowjetischen Handelsvertretung versteigern. Im Dezember 2008 ging ein Teil des 15.000 m2 großen Gebäudekomplexes unter den Hammer und wurde vom russischen Staat für eine Million Euro ersteigert.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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